Geständnis: Ex-Nachbarn mit Hammer verprügelt

Gerichtsprozess

Es war ein regelrechter Alptraum-Überfall im September 2015 in Altlünen: Ein 43-Jähriger soll seinen 76-jährigen Ex-Nachbarn mit Hammer und Messer brutal angegriffen haben. Direkt zu Prozessbeginn am Mittwoch legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Das Opfer brach im Dortmunder Landgericht mehrmals in Tränen aus.

LÜNEN/DORTMUND

02.03.2016, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hintergrund der brutalen Attacke sind offenbar seit mehreren Jahren schwelende Nachbarschafts-Streitigkeiten. „Es gab schon vorher immer wieder Ärger“, sagte der Senior. „Die Polizei hatte mir geraten, im Zweifelsfall sofort die 110 zu wählen.“

Mit Hammer die Tür eingeschlagen

So weit kam der 76-Jährige am Tattag aber gar nicht mehr, wie er den Richtern berichtete: Er habe seinen Ex-Nachbarn vor der Tür gesehen und ihm bedeutet, er würde nicht aufmachen, um mit ihm zu sprechen. Für den Angeklagten war dies aber offenbar das Signal, auf das er nur gewartet hatte. Mit einem Hammer schlug der 43-Jährige die Küchentür ein und überwältigte den Rentner im Flur.

Dann prügelte er mit dem Werkzeug immer wieder auf den Körper des Mannes ein. „Nur durch Gottes Fügung bin ich überhaupt wieder aufgewacht“, sagte der 75-Jährige. Das Opfer ist bis heute schwer traumatisiert. Während seiner Zeugenaussage brach der Senior mehrmals in Tränen aus.

Muss der Angeklagte in die Geschlossene?

Das Gericht muss nun klären, ob der Angreifer für seine Tat überhaupt verantwortlich gemacht werden kann. Zurzeit ist er vorläufig in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Gut möglich, dass er dort auch die nächsten Jahre bleiben muss.

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