Forensik auf Victoria: GFL fordert vom Land, die Standortsuche für Lünen neu zu starten

Forensik

Die GFL-Ratsfraktion will die Standort-Suche für eine Forensik neu starten. Der gesamte Prozess zur Standort-Auswahl sei „unfair und zu Lasten der Stadt Lünen“ durchgeführt worden.

Lünen

15.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Victoria-Fläche will das Land eine Forensik bauen. Die GFL hält das Auswahlverfahren des Standortes für unfair.

Auf der Victoria-Fläche will das Land eine Forensik bauen. Die GFL hält das Auswahlverfahren des Standortes für unfair. © Archivfoto: Günther Goldstein

Im Vorfeld des Auswahlverfahrens wurden Grundstücke im Landgerichtsbezirk Dortmund aus dem Rennen genommen, so die GFL, weil dort spezifische baurechtliche bzw. lärmschutzspezifische Bedenken bestanden.

Wie das jüngste OVG-Urteil zeige, bestehen ähnliche Bedenken auch für das Lüner Grundstück auf der Victoria-Fläche. Dennoch halte das Land an diesem Standort fest und belege damit „den nicht hinnehmbaren wie unfairen Auswahlprozess und die daraus folgende Benachteiligung der Stadt Lünen“.

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Forderung nach Transparenz und Fairness

„Die GFL-Fraktion spricht sich deshalb für ein neues Auswahlverfahren aus, das transparent und fair durchgeführt werden muss“, so Fraktionsvorsitzender Johannes Hofnagel.

Damit widerspricht Hofnagel den Äußerungen des Landesbeauftragten für den Maßregelvollzug, Uwe Dönisch-Seidel. Dieser hatte nach dem jüngsten OVG-Urteil erklärt, er sehe keinen Grund für ein neues Auswahlverfahren.

Wenig Aktzeptanz bei der Bevölkerung

„Das störrische Festhalten des Landes am Forensik-Standort Lünen findet in der Bevölkerung auch wegen des unfairen Auswahlverfahrens wenig Akzeptanz“, so Hofnagel. Überhaupt leide die Lippestadt nach wie vor unter dem Strukturwandel.

Deshalb bedürfe es innovativer und imagesteigernder Impulse des Landes. Bis heute habe Lünen keinen Standort des Landes mit imagesteigernden Wirkungen – die Nachbarkommunen vergleichbarer Größe und Bedeutung allerdings schon.

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