Grober Zeitplan für Lippe-Wohnpark in Lünen steht

Bauarbeiten für Wohnprojekt

Viele Nachfragen – auch von (Noch-)Nicht-Lünern gibt es für die 82 Wohnungen, die im neuen Lippe-Wohnpark entstehen. Über 200 Interessenten stehen allein schon auf der Liste für die neun geplanten Eigentumswohnungen. Wir haben mit den Verantwortlichen über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und den Zeitplan gesprochen.

LÜNEN

, 12.04.2017, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bauverein und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) arbeiten auch bei diesem Projekt wieder Hand in Hand – und wurden dafür von ihrem Verband ausdrücklich gelobt. Beide Unternehmen investieren zusammen 24 Millionen Euro. Am Mittwoch, 5. April, stellten WBG-Vorstandsvorsitzender Rainer Heubrock, Prokurist Heinrich Moch (WBG) sowie die Bauverein-Vorstände Norbert Haeser und Andreas Zaremba die Fortschritte auf dem Gelände neben dem Lippe Bad vor und informierten über den Zeitplan.

Häuser sollen im Spätherbst 2018 bezugsfertig sein

Geplant ist, dass die letzten Häuser im Spätherbst 2018 bezugsfertig sind. Die ersten Wohnungen sollen im Frühsommer kommenden Jahres bezogen werden können.

Zwei Bauunternehmen aus der Region, die Firma Jücker aus Cappenberg und die Firma Heitfeld aus Waltrop, sind für die Rohbauarbeiten zuständig. „Wir wollen bei dem gesamten Bauprojekt wieder Firmen aus der Region einsetzen“, so Heubrock.

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Entworfen wurden die Häuser von dem Architekturbüro Tchoban Voss aus Hamburg, das auch das Lippe Bad entwickelt hat. „Die Architekten bringen bei ihren Entwürfen auch ein Stück Hamburg an die Lippe, haben sich an der Hafencity orientiert,“ so Zaremba. Denn auch in der Hansestadt hat man die Kellergeschosse obererdig gebaut. Alle Wohnungen sind barrierefrei und „hochwertig gestaltet“. Entsprechend werden sich auch die Miet- und Kaufpreise im höheren Segment bewegen.

76 von 82 Wohnungen mit Blick auf die Lippe

Die Größe liegt zwischen 52 und 116 Quadratmetern. Von den Terrassen und Balkonen von 76 Wohnungen aus ist der Blick auf die Lippe gesichert. Den Klinker für die Fassaden hat man bei einer Manufaktur in Münster bestellt.

Um die Schallschutzwand errichten zu können, muss man aber wohl noch bis zum Sommer warten. Erst dann wird die betroffene Fernwärmeleitung mit der Temperatur heruntergefahren. „Voraussichtlich Mitte August bis Mitte September diesen Jahres wird die Wand errichtet,“ so Haeser. Auch die neuen Wohnungen werden mit Fernwärme versorgt.

Ein Spielplatz ist auf dem Gelände geplant, dass auf zwei Wegen – zum Lippedamm und vom Bad-Parkplatz – aus erreicht und verlassen werden kann. Die genauen Preise pro Quadratmeter für die 73 Miet- und neun Eigentumswohnungen sowie die Exposés sollen in den kommenden Wochen herausgegeben werden.

Die Geschichte des Geländes
Am 7. September 2002 wurde von den Stadtwerken beschlossen, dass das Fernheizwerk an der Lippe abgeschaltet wird.
Im selben Jahr wurden die ersten Gespräche über eine Wohnbebauung auf dem Gelände geführt.
Mit der Stadt entwickelten Bauverein und WBG einen Wettbewerb, der einige Konzepte und Entwürfe brachte.
Mittlerweile wurde das Lippe Bad errichtet. Die Wohnbebauung wanderte auf die heutige Stelle.

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