Großer Andrang beim Brambauer Apfelfest 2016

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Man nennt ihn auch den "Herrn der Äpfel". Mit dem „Arbeitskreis für Umwelt und Heimat“ hat Klaus Papius am Samstag wieder zum „Apfelfest“ auf der rustikalen Bio-Wiese am Hasenweg in Lünen-Brambauer eingeladen und den Besuchern erklärt, welcher Apfel die perfekte Wahl für einen Apfelkuchen oder einen leckeren Apfelsaft ist.

Brambauer

, 25.09.2016, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sollen wir mal ein Apfelseminar machen? Wer will was über Äpfel wissen?“ Der „Marktschreier“, der an seinem Stand mit zwei fleißigen Helferinnen 16 Apfelsorten anbietet, die Interessenten probieren lässt und dazu jede Menge fachkundige Informationen liefert, ist Klaus Papius, von vielen liebevoll als „Herr der Äpfel“ bezeichnet. Mit dem „Arbeitskreis für Umwelt und Heimat“ hat Papius am Samstag zum „Apfelfest“ eingeladen.

„Die Kinder wollen meistens nur die ,Models‘ aus dem Supermarkt essen, weil sie die anderen Sorten nicht kennen und schon bei kleinen Flecken ‚ihh‘ sagen“, meint Papius, der mit dem „Arbeitskreis für Umwelt und Heimat“ am Samstag wieder zum "Apfelfest" geladen hat. Was er hier anbietet, sind die guten alten Früchte mit den klangvollen Namen wie „Kaiser Wilhelm“, „Prinz Albert von Preußen“, oder „Schöner von Herrnhut“.

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Das war das Apfelfest in Lünen 2016

Man nennt ihn auch den "Herrn der Äpfel". Mit dem „Arbeitskreis für Umwelt und Heimat“ hat Klaus Papius am Samstag wieder zum „Apfelfest“ auf der rustikalen Bio-Wiese am Hasenweg in Lünen-Brambauer eingeladen und erklärt den Besuchern, welcher Apfel die perfekte Wahl für einen Apfelkuchen oder einen leckeren Apfelsaft ist.
24.09.2016
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"Der Herr der Äpfel".:Klaus Papius vom Arbeitskreis Umwelt und Heimat.© Foto: Diethelm Textoris
Klaus Papius mit Enkelin und Freundin als fleißige Helfer.© Foto: Diethelm Textoris
Warum werden manche Äpfel rot? Wegen der Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.© Foto: Diethelm Textoris
Besucherinnen des Apfelfestes Brambauer.© Foto: Diethelm Textoris
Diese Besucherinnen kamen aus dem nahen Mengede zum Apfelfest.© Foto: Diethelm Textoris
Klaus Papius vom Arbeitskreis Umwelt und Heimat- "der Herr der Äpfel".© Foto: Diethelm Textoris
Das Kuchenbuffet bot eine reichhaltige Auswahl vonüber 20 selbstgebackenen Kuchen und Torten.© Foto: Diethelm Textoris
Die Besucher kommen bei den dichtbesetzten Bänken schnell ins Gespräch.© Foto: Diethelm Textoris
Sechszehn frühe Apfelsorten wurden am Samstag angeboten.© Foto: Diethelm Textoris
Dicht umringt von den Kindern war die Hadnpresse zur Apfelsaftherstellung.© Foto: Diethelm Textoris
Die Kinder konnten mit der Handpresse selbst Apfelsaft herstellen.© Foto: Diethelm Textoris
Am Stad von Imker Hüseyin Vuran wurden Honigspezialitäten aus nah und fern angeboten.© Foto: Diethelm Textoris
Auf den Bänken war kaum ein freier Platz zu finden.© Foto: Diethelm Textoris
Auch Bio-Kürbisse aus heimischer Produktion waren im Angebot.© Foto: Diethelm Textoris
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Äpfel, die oft nicht der EU-Norm entsprechen oder kein makelloses Aussehen haben und deshalb vom Handel nicht angeboten werden. „Diesen kleinen braunen Strich hat z.B. die Apfelsägewespe hinterlassen, er hat keine Auswirkung auf den Geschmack, innen ist die Frucht fehlerlos.“

Welcher Apfel ist perfekt für Kuchen?

Insgesamt 250 Hochstammbäume mit 52 Apfelsorten werden auf den Streuobstwiesen des Umkreises von Papius und seinem Kollegen Klaus Heigis betreut. Augenblicklich bieten sie die frühen Apfelsorten an, die späteren sind noch nicht geerntet. Manche Früchte brauchen nach der Ernte auch noch eine Lagerzeit. Deshalb unterscheidet man auch zwischen Pflückreife und Genussreife.

Der „Rheinische Bohnapfel“, ein ganz alter Kulturapfel, ist am längsten lagerfähig. Er schmeckt auch noch Anfang April vorzüglich, erfahren die Besucher. Dann gibt’s die nächste Werberunde. „Wer sucht einen vorzüglichen Backapfel für seinen Kuchen? Den ‚Jakob Lebel‘ möchte jeder Bäcker gerne haben, doch er kriegt ihn nicht bei seinen Lieferanten. Den gibt’s nur hier.“ Wie gut sich die traditionellen Apfelsorten zu Kuchen verarbeiten lassen, können die Gäste am gegenüberliegenden Stand feststellen, wo die Damen des Vereins und der nahen Siedlergemeinschaft Apfelkuchen und Torten anbieten, mehr als 20 verschiedene Sorten, selbst gebacken und nach teilweise überlieferten Familienrezepten hergestellt.

Auch Besucher von weiter weg, kommen vorbei

Auch direkt gepresster Apfelsaft vom Ernteergebnis des Vorjahres kann hier probiert und erworben werden. Dicht umringt von den Kindern ist eine Handpresse, mit der sie selbst Saft herstellen können.

Imker Hüseyin Vuran vom Diebecker Weg bietet nun schon zum dritten Mal auf dem Apfelfest Honigsorten aus Brambauer und Umgebung, aber auch Spezialitäten wie Edelkastanienhonig an, für die er die als „Honigbeuten“ bezeichneten Kisten bis zum Siebengebirge fährt. Wie immer ist das Apfelfest auch ein Treffen von Freunden, und selbst Fremde kommen bei den dicht besetzten Bänken schnell ins Gespräch. „Inzwischen kommen selbst Besucher aus der weiteren Umgebung zu uns“, freut sich der Vorsitzende Manfred Scholz vom Arbeitskreis für Umwelt und Heimat über den riesigen Zuspruch zu dieser inzwischen zur Tradition gewordenen Veranstaltung.

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