Grüne Welle adé: Stadt will Ampeln am Nordring optimieren und Verkehrsfluss verbessern

rnVerkehr in Lünen

Staugeplagt sind die Lüner seit Jahrzehnten. Ein besonderes Ärgernis ist immer wieder der sogenannte Nordring in der Innenstadt. Dort soll die Grüne Welle bald ausgedient haben.

Lünen

, 12.12.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstag (12.12.) muss der Rat noch den Daumen heben, dann ist es beschlossene Sache: Die sechs Kreuzungen zwischen Konrad-Adenauer-Straße/Marienhospital und Kurt-Schumacher-Straße/Merschstraße sollen optimiert werden.

Optimiert heißt in diesem Falle: Alle Ampeln an den sechs Kreuzungen werden miteinander koordiniert, und zwar für alle Verkehrsteilnehmer: Individual-, Fußgänger- und Radverkehr sowie ÖPNV. „Ein verbesserter Verkehrsablauf kann dadurch erreicht werden“, heißt es in der Vorlage, die in den bisherigen Ausschüssen jeweils Zustimmung erhalten hat.

Das Ende der Grünen Welle

Dass eine Verbesserung nötig ist, hatte die Untersuchung „Hauptstraßennetz Lünen 2030“ ergeben, auch, weil das Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

Eine Grüne Welle wird es dort nach den Veränderungen allerdings nicht mehr geben: „Das würde bedeuten, dass am Nordring auf die zwei sich überlagernden grünen Wellen verzichtet wird“, schreibt die Verwaltung.

Dass die Verbesserungen nicht alle Probleme lösen werden, hatten die Experten vom Ingenieurbüro Rudolf Koller schon im Frühjahr verdeutlicht. Von den jetzt besprochenen sechs Kreuzungen waren damals schon fünf Thema.

Schlechte Noten für die Schaltungen

Stand jetzt hat das Büro drei davon mit ungenügend/mangelhaft bewertet, zwei mit ausreichend. Nach den Änderungen, so die Prognose, wäre nur noch eine Kreuzung mangelhaft, vier immerhin ausreichend.

Grüne Welle adé: Stadt will Ampeln am Nordring optimieren und Verkehrsfluss verbessern

Manches soll besser werden, nicht alles wird gut. © Keller Verkehrsingenieure/DTV

An der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/Cappenberger Straße soll es nicht bei den Schaltungsänderungen bleiben: hier sollen auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Heißt: Die sogenannten „freilaufenden Rechtsabbieger“ werden entfernt. Durch drei „Inseln“ ist der Verkehr dort momentan so geregelt, dass Rechtsabbieger fahren können, ohne auf ein Grünes Signal warten zu müssen.

Umsetzung frühestens 2021

Das sei häufig keine Hilfe, hatte ein Experte den Lokalpolitikern in einer vorangegangenen Sitzung schon erklärt. Schließlich staue sich der Verkehr meist so weit zurück, dass Rechtsabbieger gar nicht erst Zugang zur Abbiegespur bekämen.

Wann die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, ist noch unklar. Der Rat beschließt jetzt erstmal, dass das Geld für die Planungen 2020 bereitgestellt wird: 70.000 Euro für die Ampel-Schaltungen, 100.000 Euro für die Kreuzung und die Rechtsabbieger. Die tatsächliche Umsetzung wird laut Stadt-Sprecher Spangardt „frühestens im Jahr 2021“ beginnen.

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