Grundschul-Anmeldungen: 59 Kinder können nicht auf ihre Wunsch-Schule

Eingangsklassen festgelegt

Die Anmeldezahlen für das neue Grundschul-Jahr 2019/2020 stehen fest. Klar ist: Von den 732 Kindern können 8 Prozent nicht auf die Schule gehen, für die ihre Eltern sie angemeldet haben.

Lünen

, 08.02.2019 / Lesedauer: 2 min
Grundschul-Anmeldungen: 59 Kinder können nicht auf ihre Wunsch-Schule

Wer im Sommer an die Grundschule wechselt, kann möglicherweise nicht die Schule besuchen, für die er ursprünglich angemeldet wurde. © dpa

Die Anmeldezahlen und Größe der Eingangsklassen hat der Bildungsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch (6.2.) beschlossen. 732 Kinder werden auf die Grundschulen wechseln und auf insgesamt 32 Eingangsklassen an den 18 Schulen (Teilstandorte mitgezählt) aufgeteilt. Die Verteilung geht allerdings nicht so auf, dass alle Schüler auch dort aufgenommen werden können, wo sie angemeldet wurden. Es betrifft insgesamt 59 Kinder.

Die Ablehnungen im Einzelnen:

  • 19 Kinder an der Elisabethschule
  • 3 an der Kardinal-van-Galen-Schule
  • 17 an der Leoschule
  • 18 an der Matthias-Claudius-Schule
  • 2 an der Overbergschule

Weil es an den anderen Grundschulen teilweise noch Kapazitäten gibt, bleibt natürlich kein Kind unversorgt. Nur im Stadtteil Brambauer müssen dafür laut Verwaltung teilweise Klassengrößen überschritten werden - müssten die Kinder auf andere Schulen ausweichen, wären die Schulwege in die anderen Stadtteile unzumutbar lang.

Dass 8 Prozent der Kinder nicht an der Wunsch-Schule unterkommen, fand Tobias Ortmann, sachkundiger Bürger im Ausschuss für die CDU, „ehrlich gesagt erschreckend“. Er regte an, mehr Eingangsklassen zu bilden, um dieses Problem zu lösen. Das jedoch sei nicht möglich, entgegnete Michael Heuer, Mitarbeiter der Schulverwaltung. Man sei rechtlich an die Richtzahlen gebunden.

An vier Schulen nur 20 Kinder pro Eingangsklasse

Auch im neuen Schuljahr 2019/2020 bleibt es dabei, dass alle Schulen mit reduzierten Klassenstärken von 25 Kindern pro Klasse an den Start gehen. An vier weiteren Schulen (Overbergschule, Ostefeldschule, Viktoriaschule und Wittekindschule) wird die Klassenstärke sogar auf 20 reduziert. Das hat teilweise räumliche Gründe, liegt aber größtenteils daran, dass an diesen Schulen besonders viele Kinder aus sozial belasteten Familien oder mit schlechten Deutsch-Kenntnissen unterrichtet werden.

Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, die Regelung so beizubehalten.

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