"Gullydeckel"-Einbrecher schämt sich für seine Taten

Landgericht

Die Täter kamen nachts, und sie hatten es eilig: Vor drei Jahren terrorisierte die "Gullydeckel-Bande" Lottobuden- und Tankstellenbetreiber in Lünen und Umgebung. Am Donnerstag wurde einer der Männer verurteilt.

LÜNEN

von Von Martin von Braunschweig

, 20.09.2012, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Spätestens ab August 2009 hatte sich der 28-Jährige mit mehreren Komplizen zusammen getan, um auf nächtliche Beutejagd zu gehen. Die Masche war immer dieselbe: Die Diebe fuhren mit dem Auto zu den zuvor ausgekundschafteten Tatorten, warfen einen schweren Gullydeckel durch die gläserne Eingangstür und räumten dann in Windeseile die Zigarettenregale leer. Um die Stangen leichter abtransportieren zu können, breiteten sie ein Bettlaken aus, packten alles hinein und traten sofort die Flucht an.  

In Lünen schlug die „Gullydeckel-Bande“ drei Mal in derselben Tankstelle an der Brambauer Straße zu. Insgesamt hatte ihre Beute einen Verkaufswert von mindestens 40.000 Euro. Auf dem Schwarzmarkt bekamen die Diebe selbst allerdings natürlich nur einen Bruchteil. „Das Geld habe ich für Drogen ausgegeben“, sagte der Angeklagte den Richtern.  Der 28-Jährige will sich damals in einer schweren Lebenskrise befunden haben, aus der er sich jetzt aber angeblich mithilfe seiner neuen Freundin befreit hat. In seinem letzten Wort vor der Urteilsberatung sagte er: „Ich will ein neues Leben beginnen. Ich will meine Verlobte heiraten und alles hinter mir lassen, was früher einmal war.“ 

Lesen Sie jetzt