Handwerker statt Mathe und Deutsch

Lünen Lehrer und Schüler genießen derzeit noch ihre Ferien, doch in manchen Schulen wird dennoch kräftig gearbeitet.

18.07.2007, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Statt Mathe und Deutsch stehen jedoch beispielsweise in der Friedrich-Ebert-Schule Wärmedämmung und Dacherneuerung auf dem "Stundenplan", wie Wilfried Hess von der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) auf Anfrage mitteilt.

"An insgesamt 13 von 30 Schulstandorten sind derzeit Handwerker tätig. Das ist immerhin fast die Hälfte aller Lüner Schulen", berichtet der Fachmann von ZGL.

Aufwändig

Auch wenn die Einsätze für den fachunkundigen Beobachter eher unauffällig wirken, sind sie dennoch zum Teil sehr aufwändig, können deshalb auch nicht während des laufenden Schulbetriebs erledigt werden.

Deshalb werden traditionell vor allem die gut sechs Wochen der großen Ferien genutzt, um die Schulgebäude auf Vordermann zu bringen.

Vor allem Brandschutzmaßnahmen müssen durchgeführt werden. Außerdem beschäftigen sich die Handwerker mit zeitgemäßer Wärmedämmung.

Zum einen, damit Lehrer und Schüler nicht im Winter frieren und im Sommer zu sehr schwitzen, aber sicher auch, um Energiekosten zu sparen. Auch die Elektrik wird zum Teil erneuert.

Dass die Stadt Lünen mittlerweile wieder einen genehmigten Haushalt hat, hilft bei der Planung von Instandhaltungsmaßnahmen natürlich.

Denn ohne genehmigten Haushalt hätte man nur Arbeiten vergeben können, die der Gefahrenabwehr dienen und dazu, dass der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

Heß: "Die Brandschutzmaßnahmen wären auch erlaubt gewesen, denn auch die haben natürlich mit Gefahren zu tun." Jetzt können die Schulen aber planmäßig auf Vordermann gebracht werden. BS

Lesen Sie jetzt