Hat der Angeklagte öfter Sprengkörper gezündet?

Explosion in Jägerstraße

Im März detonierte in einem Keller an der Jägerstraße in Lünen-Süd ein selbst gebastelter Sprengkörper. Die Gasleitung wurde beschädigt, nur durch Zufall kam kein Hausbewohner zu Schaden. Im Prozess gegen den mutmaßlichen Bombenbauer sagten mehrere Zeugen aus, schon öfter Explosionen in der Nachbarschaft erlebt zu haben.

LÜNEN/DORTMUND

18.11.2016, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einen handfesten Beweis dafür, dass der 36-jährige Angeklagte wirklich der Täter war, gibt es nicht. Allerdings Indizien. Und ganz viele Mutmaßungen. Die Nachbarn – das wird in der Verhandlung immer deutlicher – hatten den Mann schon länger im Verdacht. Denn der Knallkörper unter der Gasleitung war bei weitem nicht der einzige, der die Bewohner der Jägerstraße Anfang des Jahres aus dem Schlaf riss.

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„Das ist häufig vorgekommen“, sagte eine Zeugin am Freitag den Richtern. „Immer nachts. Die Leute waren schon total sauer.“ Eine Bäckereifachverkäuferin erlebte eine Böller-Explosion auf ihrem Weg zur Arbeit sogar unmittelbar mit. „Das muss so um 3.40 Uhr gewesen sein“, sagte die Zeugin. „Auf einmal hat es geknallt, aber richtig derbe.“ Sekunden später habe sie eine dunkel gekleidete Person gesehen, die eilig die Flucht ergriffen habe. Bei diesem Anschlag war damals die Schaufensterscheibe eines Drogeriemarktes beschädigt worden.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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