Haus- und Baugrundpreise steigen in Lünen trotz Corona-Pandemie

Eigenheim

Von den steigenden Immobilienpreisen sind neben Eigentumswohnungen auch Häuser betroffen. Käufer müssen in Lünen mehr zahlen als im Vorjahr, sagt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte.

Lünen

, 03.05.2021, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein- oder Zweifamilienhäuser in Lünen kosteten 2020 durchschnittlich etwa 35.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Ein- oder Zweifamilienhäuser in Lünen kosteten 2020 durchschnittlich etwa 35.000 Euro mehr als im Vorjahr. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Wohnen wird immer teurer. Die Preise für den Bau eines neuen Hauses steigen, genau wie die Weiterverkaufspreise. Und das auch in Lünen. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt Lünen passte daher seine Zahlen an.

Der Ausschuss gab bekannt, dass im Geschäftsjahr 2020 die Baulandpreise für Wohnflächen anstiegen, weshalb die Bodenrichtwerte um etwa sieben Prozent angehoben wurden. Der Bodenrichtwert bezeichnet den durchschnittlichen Grundstückswert einer Gemeinde. Er basiert auf den gesammelten Kaufpreisen und wird außerdem von der Lage des Grundstücks beeinflusst.

225 Euro kostet ein Quadratmeter Baugrund in Lünen

„Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt bei 225 Euro pro Quadratmeter“, schreibt der Ausschuss in einer Mitteilung. Damit stieg er um 14 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt Lünen unter dem Schnitt für den Kreis Unna. Hier kostete ein Quadratmeter Wohnbaufläche im Schnitt 254 Euro.

Jetzt lesen

Einen äquivalenten Immobilienrichtwert gab der Ausschuss erstmals für Eigentumswohnungen, Reihenhäuser und Doppelhaushälften heraus. Er basiert auf den Kaufpreisen von Weiterverkäufen.

Käufer zahlen über 30.000 Euro mehr für ein Haus

Demnach kostete 2020 ein freistehendes Ein- bzw. Zweifamilienhaus in Lünen etwa 335.000 Euro (im Vorjahr 300.000 Euro). Für ein Reihenhaus, bzw. eine eine Doppelhaushälfte zahlten die künftigen Eigentümer etwa 245.000 Euro (im Vorjahr 200.000 Euro). Für eine Eigentumswohnung waren durchschnittlich 135.000 Euro fällig (im Vorjahr 125.000).

Im Kreis Unna stiegen die Preise für Häuser um 8,4 Prozent auf durchschnittlich 267.000 Euro. „Am meisten haben Käufer für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in Werne bezahlt. Dort lagen die Preise im Schnitt bei 358.000 Euro. Am Günstigsten waren Reihenmittelhäuser in Selm mit durchschnittlich 148.000 Euro“, erklärt der Kreis Unna auf seiner Internetseite.

Bereits seit mehreren Jahren steige der Preis für Bauland und Häuser im Kreis Unna - ein Trend, der auch die Corona-Pandemie nicht stoppen konnte. „Es wurde auf dem Immobilienmarkt noch nie so viel Geld umgesetzt wie in 2020“, wird Martin Oschinski, Vorsitzender des Gutachterausschusses im Kreis Unna zitiert. Diese Entwicklung bekommen besonders die Käufer zu spüren.

Lesen Sie jetzt