Mehr Klassenräume wird es an der Heinrich-Bußmann-Schule in Lünen zumindest nicht kurzfristig geben. Aber zwei Lehrerstellen sollen bald neu besetzt werden. © Goldstein (A)
Schule

Heinrich-Bußmann-Schule: Stadt prüft Einrichtung zusätzlicher Klassenräume

Nach heftiger Kritik der Schulpflegschaft will die Stadt Lünen prüfen, ob die Heinrich-Bußmann-Schule mehr Klassenräume bekommen kann. Das wird dauern. Kurzfristig gibt es neue Lehrer.

Nachdem die Schulpflegschaft der Heinrich-Bußmann-Schule zuletzt mehrfach heftige Kritik über die Zustände an der Hauptschule geäußert hatte, hat es weitere Gespräche gegeben. So trafen sich am Dienstag (16.11.) unter anderem Vertreter aus dem Schulausschuss, dem Schulamt aus Unna, Schulleitung und der Elternvertreter in der Schule.

„Die Schulleitung hat uns die Situation dargelegt“, sagt Hugo Becker, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Sport dazu am Mittwoch. „Die Lage an der Schule ist natürlich prekär“, so Becker weiter, speziell mit Blick auf die räumliche Situation. Die Schulpflegschaft hatte, unter anderem, vorgeschlagen, die Klassen zu teilen und so kleinere Lerngruppen zu erhalten.

Klassengröße zulässig, aber „nicht optimal“

„Eine Bandbreite von 18 bis 30 Schülern ist da“, erklärt dazu Berthold Potts von der Schulaufsicht des Kreises Unna. Grundsätzlich sei das zulässig – wie bereits von der Schulverwaltung erklärt. Ein Klassengröße von 30 Kindern sei allerdings auch laut Potts „nicht optimal“.

Neue Klassenräume könnte zwar niemand „dahinzaubern“, erklärte Becker weiter. Der Bedarf soll jetzt geprüft werden, wie die Stadt Lünen am Freitag (19.11.) mitteilt. Das ist ein Ergebnis weiterer Gespräche zwischen Schulverwaltung, der Bezirksregierung Arnsberg als Schulaufsicht und der Schulleitung.

Die Bezirksregierung betonte hier noch einmal, dass eine räumliche Teilung kurzfristig nicht möglich sei. Aber möglicherweise können neue Räume geschaffen werden.

Diesen Weg beschreite die Stadt Lünen bereits an mehreren Schulen, etwa dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, der Realschule Altlünen oder der Realschule Brambauer. „Wir werden uns auch die Heinrich-Bußmann-Schule unter diesem Aspekt noch einmal anschauen“, erklärt Jürgen Grundmann, Fachbereichsleiter Schule und Sport der Stadt.

Dabei müssten unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden – zum Beispiel die verfügbare Grundstücksflächen, prognostizierte Schülerzahlen für die kommenden Jahre und die personelle Stärke des Kollegiums.

Zwei Lehrerstellen werden ausgeschrieben

Das zuletzt einige Lehrerinnen und Lehrer die HBS verlassen hatten soll hingegen bald ausgeglichen werden. „Zwei neue Stellen werden kurzfristig neu ausgeschrieben“, so dass sich Situation in den Klassen wieder entspannen könne.

„Personaltechnisch wäre das durchaus möglich, spätestens zum nächsten Schuljahr“, sagt auch Berthold Potts.

Eine Stellungnahme der Schulpflegschaftvorsitzenden Ramona Göbel war trotz mehrfacher Anfrage bis Redaktionsschluss dieses Textes nicht zu bekommen.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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