Stadt gibt Standort für neues Feuerwehrgerätehaus in Horstmar bekannt

rnAusschuss-Beschluss

Stadt und Politik wollen die Feuerwehrgerätehäuser in den Stadtteilen erneuern. Ein wichtiger Beschluss für Horstmar ist am Mittwoch gefallen. Jetzt steht fest, wo der Neubau entstehen soll.

Lünen

, 19.06.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Viele Feuerwehrgerätehäuser in den Lüner Stadtteilen genügen nicht mehr den modernen Ansprüchen für die Löschzüge. Das gilt auch für das Feuerwehrgerätehaus in Horstmar. Wie lang die Mängelliste ist, erklärt Löschzugführer Gerd Weinkauf: Es gibt zu wenig Parkplätze für alle anrückenden Einsatzkräfte, keine Umkleideräume, alle müssen sich in der Fahrzeughalle umziehen, eine Geschlechtertrennung wäre schon einmal gar nicht möglich, duschen muss jeder zu Hause.

Gute Anbindung an die Autobahn

Weinkauf ist seit 2013 Löschzugführer, seit 1993 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr - und damit seit rund 27 Jahren in dem alten Feuerwehrgerätehaus aktiv. Zeit für eine Änderung. Ein Planungsbüro für das Rettungswesen hat deshalb extra den Stadtteil analysiert: Wo könnte ein Neubau entstehen?

Das Ergebnis: Ein städtisches Grundstück an der Scharnhorststraße, die unweit des Preußenbahnhofs von der Preußenstraße abzweigt. Das sei der „optimale Standort“, heißt es in der Vorlage. Optimal, weil der Löschzug Horstmar von dort aus große Teile des Verantwortungsgebiets schnell erreicht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die gute Erreichbarkeit der A2-Auffahrt Lünen-Süd. Den Standortbeschluss hat am Mittwoch (17.6.) der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung gefasst.

Nicht ganz so gut ist die Lage, wenn man auf die Wohnorte der Einsatzkräfte blickt. Die rücken durch den Neubau etwas weiter weg als zum jetzigen Zeitpunkt. Das aktuelle Feuerwehrgerätehaus liegt nordöstlicher am Kreikenhof. Allerdings könne ja auch nicht vorhergesagt werden, wie sich die Wohnorte der Einsatzkräfte entwickeln.

Projekt wird drei Millionen Euro kosten

Das sieht auch Weinkauf so. Er ist zufrieden mit dem neuen Standort, der Löschzug sei auch an den Planungen beteiligt gewesen.

An der Scharnhorststraße soll der Neubau für den Löschzug Horstmar entstehen.

An der Scharnhorststraße soll der Neubau für den Löschzug Horstmar entstehen. © Blaszczyk

Das Feuerwehrgerätehaus soll auch einen Standort für einen Rettungswagen beinhalten, das Gesamtprojekt wird rund drei Millionen Euro kosten. Weil das Grundstück der Stadt gehört, kann die Projektplanung jetzt direkt beginnen.

Die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung gedachten zu Beginn der Sitzung des langjährigen Ausschussvorsitzenden Herbert Jahn. Der CDU-Politiker war im März im Alter von 68 Jahren gestorben und hatte dem Ausschuss zehn Jahre lang vorgestanden. Er hatte sich in besonderem Maße für die Belange von Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt.
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