Hilft das Konjunkturpaket Lünen durch die Corona-Krise? Kämmerer skeptisch

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Viele Kommunen ächzen unter Schuldenbergen, auch die Stadt Lünen. Die Corona-Krise verschlimmert die Situation, ein Konjunkturpaket des Bundes soll helfen. Was sagt der Kämmerer dazu?

Lünen

, 04.06.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Viele Milliarden Euro schwer ist das Konjunktur-Paket, das die Bundesregierung zur Abmilderung der Corona-Folgen am Mittwoch (3. Juni) auf den Weg gebracht. Auch die Kommunen werden darin bedacht.

Konkret heißt es, dass Bund und Länder den Städten und Gemeinden bei den Kosten zur Unterkunft, die die Kommunen für sozial Schwache leisten, mit einem größeren Anteil unterstützen. Außerdem soll es Kompensation für die in der Corona-Krise deutlich eingebrochenen Gewerbe-Steuern geben.

Höhe der Schäden noch unklar

Wie hoch die finanziellen Schäden in Lünen sein werden, steht weiterhin nicht fest. Eine konkrete Aufstellung soll dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag (18. Juni) vorgelegt werden, heißt es bei der Stadt.

Für die angesprochenen Hilfen sei man dankbar, sagt Stadt-Kämmerer Uwe Quitter. Konkret: „Die Stadt Lünen in ihrer gegenwärtigen Situation ist dankbar für jede Hilfe von Bund und Land.“ Ob diese Hilfen allerdings ausreichten, „bleibt aus meiner Sicht abzuwarten“.

Eine Regelung zum Erlass der Altschulden, für die sich auch die Stadt Lünen seit langem stark macht, wäre laut Kämmerer im Rahmen der Krisenhilfe „wünschenswert“ gewesen. „Wir hoffen, dass mit dem Konjunkturpaket das Thema Altschuldenregelung nicht vom Tisch ist.“

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