Hilpert-Theater startete mit Feuerwerk in Spielzeit

Eröffnung

Märchenhaft, farbenprächtig und emotional war die Spielzeit-Eröffnung am Samstag im Heinz-Hilpert-Theater. Das Besondere an dem vom Theaterförderverein und dem Kulturbüro zusammengestellten Programm war, dass alle Akteure aus Lünen oder der nahen Umgebung kamen.

LÜNEN

, 17.09.2017 / Lesedauer: 3 min
Hilpert-Theater startete mit Feuerwerk in Spielzeit

Die "Haidong Gumbo-Gruppe" zeigte einen fernöstlichen Schwertkampf.

Mit einer Veranstaltung, die jedes theaterbegeisterte Herz höherschlagen ließ, wurde am Samstagabend die Spielzeit im Heinz-Hilpert-Theater eröffnet. Den wohl emotionalsten Augenblick gab es, als die älteste Teilnehmerin, Gerlinde Wittler, die seit 1958 als Zuschauerin vor und hinter der Bühne bei den Künstlern zu Hause ist, ins Rampenlicht trat und die von ihr verfasste „Ode an das Hilpert-Theater“ vortrug.

Das Besondere an dem vom Theaterförderverein und dem Kulturbüro zusammengestellten Programm war, dass alle Akteure aus Lünen oder der nahen Umgebung kamen. Sie verzichteten auf Gagen zugunsten des Kinderhospizvereins Lünen.

Erinnerungen an Sinatra

Der Abend begann in Anlehnung an Goethes Faust mit einem Prolog über das Theater, vorgetragen von drei Mitgliedern der Filmcrew „Abgedreht“. Danach verkündete Moderator Jan Schmitt, begleitet von Jürgen Larys an der Gitarre, musikalisch das Motto des Abends: „There‘s no business like Showbusiness“. Gekleidet im Smoking, und nicht nur im Outfit an Frank Sinatra erinnernd, führte Schmitt gekonnt durch drei Stunden Programm.

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Spielzeiteröffnung 2017 im Heinz-Hilpert-Theater

Märchenhaft, farbenprächtig und emotional war die Spielzeit-Eröffnung am Samstag im Heinz-Hilpert-Theater. Das Besondere an dem vom Theaterförderverein und dem Kulturbüro zusammengestellten Programm war, dass alle Akteure aus Lünen oder der nahen Umgebung kamen.
17.09.2017
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© Foto: Diethelm Textoris
Viel Unterhaltsames bot die Spielzeiteröffnungsveranstaltung Theater auf- Bühne frei
dem Publikum.© Foto: Diethelm Textoris
Als die Frauen noch von Pelzen und Hüten schwärmten:
Elisbeth Ratajczik und Uschi Hortig (von rechts) von der Laienspielgruppe Niederaden.© Foto: Diethelm Textoris
"There's no business like show-business" Moderator Jan Schmitt erwies sich als perfekter Entertainer.© Foto: Diethelm Textoris
Marie-Lis Coenen vom Theatertreff informiert sich bei Susanne Busche über den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Lünen.© Foto: Diethelm Textoris
Darsteller der Abgedreht-Filmcrew boten einen Prolog zum Theater.© Foto: Diethelm Textoris
Darsteller der Theatergruppe Seitensprung im Aschenbrödel-Sketch.© Foto: Diethelm Textoris
Darsteller der Theatergruppe Seitensprung im Aschenbrödel-Sketch.© Foto: Diethelm Textoris
Die Ballettschule Richter brachte Szenen aus dem "Christmas Carol". Fazination auch ohne Kulissen und Schnick-Schnack.© Foto: Diethelm Textoris
Die Ballettschule Richter brachte Szenen aus dem "Christmas Carol" nach 'Charles Dickens. Fazination auch ohne Kulissen und Schnick-Schnack.© Foto: Diethelm Textoris
Bernhard Well und Wolfgang Olschewski vom Saxophon-Trio Gegenwind.© Foto: Diethelm Textoris
Das Trio Gegenwind überraschte mit ungewöhnlichen Jazz-Arrangements.© Foto: Diethelm Textoris
Die "Haidong Gumbo-Gruppe" zeigte einen fernöstlichen Schwertkampf.© Foto: Diethelm Textoris
Die "Haidong Gumbo-Gruppe" zeigte einen fernöstlichen Schwertkampf.© Foto: Diethelm Textoris
Die Ballettschule Richter brachte Szenen aus dem "Christmas Carol" nach 'Charles Dickens. Fazination auch ohne Kulissen und Schnick-Schnack.© Foto: Diethelm Textoris
Die "Haidong Gumbo-Gruppe" zeigte einen fernöstlichen Schwertkampf.© Foto: Diethelm Textoris
Die "Haidong Gumbo-Gruppe" zeigte einen fernöstlichen Schwertkampf.© Foto: Diethelm Textoris
Luca Aaron Vazgec bestach durch sein faszinierendes Klavierspiel.© Foto: Diethelm Textoris
Lust auf Theater bekommen haben diese Besucherinnen der After-Show-Party.© Foto: Diethelm Textoris
Beim großen Finale erhielten alle Teilnehmer eine Erinnerungsurkunde.© Foto: Diethelm Textoris
You never walk alone: Matthias Kartner© Foto: Diethelm Textoris
Ein emotionaler Augenblick: Gerlinde Wittler trägt ihre Ode an das Heinz-Hilpert-Theater vor.© Foto: Diethelm Textoris
Ina Thomas, ausdrucksstark in Stimme und Ausstrahlung: Georgia on my mind.© Foto: Diethelm Textoris
Rapper Kaizen forderte auf, die eigene Träume unbeirrt zu verfolgen.© Foto: Diethelm Textoris
Rapper Kaizen forderte auf, die eigene Träume unbeirrt zu verfolgen.© Foto: Diethelm Textoris
Hinter den Kulissen: Der Auftritt von Gerlinde Wittler wird vorbereitet. Rechts Cosplayerin Lisa Murach.© Foto: Diethelm Textoris
Die Fliegenden Hände der Gruppe Dianegativ.© Foto: Diethelm Textoris
Liebeserklärung an das Heinz-Hilpert-Theater von der Gruppe Dianegativ.© Foto: Diethelm Textoris
Ina Thomas, ausdrucksstark in Stimme und Ausstrahlung: Georgia on my mind.© Foto: Diethelm Textoris
Als die Frauen noch von Pelzen und Hüten schwärmten:
Elsbeth Ratajczik und Uschi Hortig (von rechts) von der Laienspielgruppe Niederaden.© Foto: Diethelm Textoris
Luca Zander erzählte von den Alpträumen einer Schülern.© Foto: Diethelm Textoris
"Kasche" Matthias Kartner: Ist unter den Zuschauern ein Schalker?"© Foto: Diethelm Textoris
Kasche verwandelte das Hilpert Theater in die Südbühne des Dortmunder Stadions.© Foto: Diethelm Textoris
Allesamt stramme BVB-Fans: "Kasche" und seine Kinder.© Foto: Diethelm Textoris
Beim großen Finale erhielten alle Teilnehmer eine Erinnerungsurkunde.© Foto: Diethelm Textoris
Auch die Schwertkämpfer waren bei der After-Show-Party vertreten.© Foto: Diethelm Textoris
Schlagworte Lünen

Das Amateur-Theater „Seitensprung“ zeigte mit dem „Aschenbrödel Sketch“, dass auch ständige Textwiederholungen wie „Ich bin so schön“ die Handlung vorwärtsbringen können. Der erst 14-jährige hochbegabte Luca Aaron Vazgec verzauberte das Publikum mit klassischen Tönen. Ohne Notenvorlage spielte er Werke von Bach und Liszt.

Märchen und Jazz

Märchenhaft ging es weiter mit zwölf Tänzerinnen der Ballettschule Richter, die mit Auszügen aus dem „Christmas Carol“ nach der Musik von Bob Prince zeigten, wie ausdruckstark Ballett auch ohne Kulisse sein kann.

Mit dem Saxophon-Trio „Gegenwind“ gab es einen Ausflug in die Welt des Jazz. In den Fernen Osten zum Schwertkampftanz ging es mit der Gruppe der Haidong Gumdo Akademie. Mit der Aufforderung, an die eigenen Träume zu glauben, schickte der Rapper „Kaizen“ das Publikum in die Pause.

Rote Herzen im Schwarzlichttheater

Die Liebe zum Theater verdeutlichte das Schwarzlichttheater „DIA-Negativ“ mit roten Herzen. Auf humorvolle Weise führten Elsbeth Ratajczik und Uschi Hortig von der Laienspielgruppe Niederaden das Publikum in die Zeit, als die Frauen noch Hüte trugen und von Pelzmänteln schwärmten.

„Was für eine Stimme, und nicht nur das“ war der Kommentar von Moderator Jan Schmitt nach dem Auftritt von Ina Thomas, die ausdrucksstark den Jazz-Titel „Georgia on my mind“ vorgetragen hatte. Zwischendurch hatte Lisa Murach als Cosplayerin das Publikum in unterschiedlichen Kostümen verwirrt.

Südtribünen-Stimmung kam auf

Zum Schluss verwandelte Matthias Kartner, BVB-Fans bekannt als „Kasche“, mit „Wer wird deutscher Meister“ und „You never walk alone“ das Theater in die Südtribüne des Dortmunder Stadions.

„Wir waren beeindruckt von der breiten Vielfalt dieses kontrastreichen Programms, das sicher viele dazu angeregt hat, in absehbarer Zeit einmal wieder dieses schöne Theater zu besuchen“, urteilten Silvia und Ulrich Schmitz aus Bergkamen. „Allein für den Pianisten Luca Aaron Vazgec hat sich für mich der Eintrittspreis schon gelohnt“, so Erika Eschert aus Lünen.

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