Informant gab Polizei einen Tipp: Marihuana in der Wohnung eines Lüners gefunden

Amtsgericht

Der Besitz von Drogen brachten einen Lüner vor Gericht. Auf die Spur des 32-jährigen Mannes aus Brambauer brachte die Polizei ein Informant.

von Sylvia Mönnig

Brambauer

, 21.02.2020, 10:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weil er Marihuana zuhause hatte, stand ein Lüner vor Gericht.

Weil er Marihuana zuhause hatte, stand ein Lüner vor Gericht. © picture alliance/dpa

Der Tipp eines Informanten und zwei Besucher, die ins Bild passten, brachten einen Lüner, der in Brambauer wohnt, in den Verdacht, mit Drogen zu handeln. Dazu passte der Marihuana-Vorrat, der bei ihm gefunden wurde. Vor Gericht sprach er aber von Eigenbedarf. Mit Erfolg.

Im Sommer erhielt die Polizei den Hinweis, dass der 32-Jährige mit bewegter Vergangenheit Drogen verkaufe. Sie beobachteten ihn daraufhin und sahen, wie er am Mittag des 2. Juli Besuch von zwei Männern erhielt, die schon nach wenigen Minuten wieder verschwanden. Die Besucher wurden kontrolliert, hatten tatsächlich kleinere Mengen Drogen dabei und erklärten, diese gerade erworben zu haben. Eine anschließende Durchsuchung der Wohnung des Lüners schien den Verdacht zu untermauern: Auf seinem Tisch lagerte er 13,5 Gramm Marihuana.

Handel nicht nachweisbar

Im Prozess vor dem Amtsgericht bestritt er den Cannabis-Besitz gar nicht, versicherte jedoch, dass das Marihuana nur für ihn selbst bestimmt gewesen sei. Damals habe er bis zu zehn Gramm der Droge pro Tag benötigt. Einer der Besucher an dem Julitag bestätigte die Einlassung. Das Marihuana habe er schon vorher gehabt. Ein Handel ließ sich aus Sicht des Gerichts letztlich nicht nachweisen. Es blieb der Besitz und der bescherte dem Lüner drei Monate Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldbuße. sam

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