Informelles Treffen zum Lüner Hundewald fand statt

Gelände angeschaut

Die Stadt plant, in Lünen einen Hundewald einzurichten. Eins steht jedenfalls fest: Die Initiatoren von Nordrhein-Westfalens erstem Wald dieser Art in Brambauer überlassen nichts dem Zufall. Am Mittwoch fand ein informelles Treffen der Hundewald-Macher statt - fleißig schaute man sich das Gelände an. Doch nicht nur das.

LÜNEN

, 24.08.2017, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bestens vorbereitet gehen die Initiatoren des ersten Hundewalds in NRW in die Sitzung des Stadtentwicklungs-Ausschusses am 19. September. Dann will die CDU-Brambauer ihren Hundewald-Antrag einbringen.

Wie in Erfahrung gebracht werden konnte, fand am Mittwoch ein informelles Treffen von CDU-Ratsherr Paul Jahnke und weiteren Hundewald-Machern mit Vertretern des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, des Fachbereiches Natur und Umwelt (Kreis Unna) und der Abteilung Stadtgrün vor Ort statt: „Wir haben uns zusammen das Gelände angeschaut, einen Rundgang gemacht“, sagte Jahnke am Donnerstag im Gespräch: „Die Idee vom Hundewald ist bei allen Beteiligten positiv aufgenommen worden.“

Für den Fall, dass das ausgewählte Gelände aus irgendwelchen Gründen nicht zur Verfügung steht, habe man auch schon eine mögliche Alternativfläche ausgemacht, sagte Paul Jahnke.

In der Nähe des Freibads

Zur Einordnung: Beide Flächen liegen in der Nähe des Freibades Brambauers im Bereich Tockhausen. Gegenüber vom Freibadeingang führt nord-westlich ein Weg in den angrenzenden Wald. Folgt man diesem Weg, geht nach wenigen hundert Metern ein weiterer Weg rechts ab.

Linksseitig dieses Weges liegt das etwa ein Hektar große „Hundewald-Grundstück“. Diese Fläche würden die Hundewald-Ideengeber gerne einzäunen. Das Alternativgrundstück ohne Baumbestand, dort war am Donnerstag nur hohes Gras zu sehen, liegt quasi gegenüber des favorisierten Areals Richtung Freibad.

Doch zurück zum Ortstermin am Mittwoch. Für den Kreis Unna nahm Ludwig Holzbeck, Chef des Bereichs Natur und Umwelt beim Kreis, an dem Treffen teil. „Wir sind da rumgelaufen und haben uns das Gelände angeschaut“, sagte Holzbeck. 

Beratung für die Initiatoren

Doch nicht nur das: „Wir haben die Initiatoren beraten, was bei der möglichen Umsetzung der Hundewald-Idee zu beachten ist, welche Möglichkeiten es gibt, was rechtlich geht, was auf keinen Fall geht und so weiter.“ Wie Holzbeck weiter sagte, warte man beim Kreis jetzt ab, was bei den politischen Beratungen in Lünen herauskomme.

„Unsere Forstleute haben sich die Flächen angeschaut. Es gibt wohl verschiedene Optionen“, hieß es am Donnerstag beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW: „Die Politik vor Ort muss entscheiden, ob und wo der Hundewald entstehen soll. Handelt es sich um ein Waldgrundstück, kommen wir beratend ins Spiel. Wenn nicht, sind wir als Landesbetrieb bei der Umsetzung außen vor.“

Keine Angaben zum Treffen

Die Stadt Lünen machte auf Anfrage keine Angaben zu dem Treffen, da es sich um „einen Behördentermin“ gehandelt habe: Die Ergebnisse dieses Termins, so die Pressestelle der Stadt, „sollen zunächst dem Verwaltungsvorstand zur Kenntnis gegeben sowie nach entsprechender Antragstellung im Stadtentwicklungsausschuss am 19. September behandelt werden“.

Daher könne die Abteilung Stadtgrün im Vorfeld der politischen Beratungen in dieser Angelegenheit keine weiteren Auskünfte erteilen.

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