Interkulturelle Woche in Lünen: Jeder kann seinem Herzen Luft machen

rnSpeaker‘s Corner

Zum Start ging es um Frauengeschichte und Frauengeschichten. Die Interkulturelle Woche läuft und bietet noch bis Freitag, 2. Oktober, verschiedene Angebote.

Gahmen

, 30.09.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Auftakt gab es am Dienstag, 29. September, einen Spaziergang durch Gahmen für Frauen mit internationaler Familiengeschichte.

Zehn Frauen hatte Dr. Aysun Aydemir, die Integrationsbeauftragte der Stadt Lünen, zu diesem Termin eingeladen, mehr durften es wegen Corona nicht werden.

Angeführt wurde die Gruppe von Gabriele Germer, die als Stadtführerin für Lünen aktiv ist. Im Stadtteil Gahmen, in dem 40 Prozent der Erwachsenen und 56 Prozent der Jugendlichen einen Migrations-Hintergrund haben, ist Integrationsarbeit besonders gefragt.

Ihren Rundgang durch Gahmen macht Gabriele Germer an der Geschichte des Bergbaus fest.

„Durch den Abbau von Kohle ist Gahmen durch die Zeche Victoria 3/4 erst so entstanden wie wir es heute kennen“, berichtet sie.

Zur Führung gehörte auch, wie das Projekt „Soziale Stadt Gahmen“ den Stadtteil verändert hat.

Chinesische Kultur

Das verbleibende Programm bietet am Donnerstag, 1. Oktober, Informationen zur chinesischen Kultur. Von 18 bis 20 Uhr wird im Bürgerzentrum Gahmen, Kümperheide 2, das Mondfest gefeiert. Das Mondfest ist neben dem Chinesischen Neujahr das wichtigste Fest in China. Der Vollmond ist das Symbol des Friedens und des Wohlstands für die Familie. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. (02306) 104-15 24.

Am Freitag, 2. Oktober, gibt es auf dem Marktplatz dann internationale Trommelklänge und ein Angebot zum Thema „Land & Heimat“ von 10 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz. So wird der Tag des Flüchtlings in die Interkulturelle Woche integriert.

Dazu heißt es von den Organisatoren: „So haben wir uns für diesen besonderen Tag, nämlich für den „Tag des Flüchtlings“, für die Speaker’s Corner („Ecke der Redner“) entschieden, welche wir bereits seit vielen Jahrzehnten aus London von künstlerischen Darbietungen auf der Straße kennen.“ Den Ursprung hat die Speaker’s Corner im Hyde Park: Man stellt einfach einen Stuhl, eine Kiste oder eine Trittleiter hin, um etwas erhöht und sichtbar sprechen zu können. Dann spricht man über ein Anliegen, über ein Thema, was einem am Herzen liegt, und versammelt auf diese Art Menschen um sich herum, die zuhören.

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