Junger Mann aus Lünen starb auf der Loveparade

Katastrophe in Duisburg

LÜNEN/DUISBURG Unter den 19 Todesopfern der Massenpanik bei der Loveparade ist auch ein junger Mann aus Lünen. Entsprechende Informationen unserer Redaktion bestätigte die Polizei Duisburg. Es soll sich um einen 18-jährigen Gymnasiasten aus Brambauer handeln.

von Von Dieter Hirsch

, 25.07.2010, 15:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Die Menschen dort waren geschockt, paralysiert und völlig erschöpft“, schildert Rettungsassistent Sven Koch seine Eindrücke. Seit elf Jahren ist er im Rettungsdienst tätig, seit fünft Jahren gehört er zur Besatzung von Christoph 8. Nach dem Eisenbahnunglück von Eschede seien Einsatzpläne für solche Großlagen entwickelt worden. „Wegen der Enge im Tunnel konnten sie aber so nicht umgesetzt werden“, so Koch. „Irgendwann hatte keiner mehr den richtigen Überblick. Immer wieder tauchten neue Patienten auf“, so der Rettungsassistent weiter. Mit dem Notarzt untersuchte er zunächst die Toten im Tunnel und versorgte dann verletzte Raver. Mit Christoph 8 wurden keine Verletzten in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungshubschrauber flog gegen 21.15 Uhr zurück nach Lünen.  

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