Kamener Straße soll besser beleuchtet werden

Stadt Lünen prüft Kosten

Trotz angespannter Haushaltslage fordert die Politik zusätzliche Lampen für die Kamener Straße in Lünen. Bis zu 110.000 Euro könnte die verbesserte Beleuchtung kosten - Geld, das an anderer Stelle fehlen würde. Druck auf die Stadt kommt auch vonseiten der Bürgerschaft und des ADFC.

LÜNEN

, 04.12.2014 / Lesedauer: 3 min
Kamener Straße soll besser beleuchtet werden

Nach dem Ausbau der Kamener Straße gibt es Kritik an der Straßenbeleuchtung. Statt einer durchgehenden Beleuchtung gibt es jetzt nur noch Licht an der Bushaltestellen Schwansbeller Weg.

Die Kamener Straße wurde 2013 vom Landesbetrieb Straßen NRW 2013 für 1,3 Millionen Euro saniert.
Im Zuge der Baumaßnahme entstanden an beiden Straßenseiten neue Radwege. Straße und Radwege sind aus Kritikersicht seit der Sanierung schlechter ausgeleuchtet als vorher. Straßen.NRW erklärte auf Anfrage, dass es Sache der Stadt Lünen sei, weitere Lampen zu installieren.

Laut Politik sollen sich die Kosten zwischen 60.000 Euro und 110.000 Euro bewegen. Das Geld müsste aus dem jährlichen Topf für Instandhaltungsmaßnahmen fließen. Wie Matthias Buckesfeld, Technischer Beigeordneter, auf Anfrage sagte, habe die Stadt im Jahr 2011 für die Neuanschaffung und Instandhaltung von Straßenlampen rund 890.000 Euro ausgegeben. In anderen Jahren hätten die Ausgaben auch darunter gelegen, zwischen 500.000 und 600.000 Euro. Den Unterschied erklärte Buckesfeld damit, dass bei der Verwendung der Gelder auf Wunsch der Politik „je nach Tagesform entschieden wurde“. Außerdem seien Finanzmittel in den vergangenen Jahrzehnten häufig dahin geflossen, wo die Proteste aus der Bürgerschaft am größten waren. Das will der Technische Beigeordnete wegen der städtischen Finanzmisere und des wachsenden Investitonsstaus ändern. Mittels eines Leuchtenkonzeptes für die 7826 Lampen auf Lüner Stadtgebiet will er den Umgang mit der Straßenbeleuchtung – wie schon bei der Straßensanierung geschehen („schlechte Straßen werden vorrangig saniert“) – in betriebswirtschaftlich geordnete Bahnen lenken. Auch darüber soll der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in der Februar-Sitzung entscheiden. „Die Politik muss sich langfristig entscheiden, wie die knappen Gelder künftig verwendet werden sollen“, so Buckesfeld im Gespräch mit dieser Redaktion.

Würde die Kamener Straße mit Lampen für 110.000 Euro nachgerüstet, dann entspräche das laut Buckesfeld etwa 8 bis 10 Prozent der Instandhaltungsgelder. „Das Geld fehlt dann natürlich wieder an anderer Stelle“, sagte Buckesfeld weiter. Dazu war aus Politikkreisen bislang wenig Konkretes zu hören. „Ich glaube, mit vertretbarem Aufwand lässt sich für die Kamener Straße eine Lösung finden“, sagte Rüdiger Billeb (SPD) in der Ausschussitzung Ende November. Ausschuss-Vorsitzender Herbert Jahn wies darauf hin, „dass es bald auch wieder heller wird“.   

Die Kamener Straße wurde 2013 vom Landesbetrieb Straßen NRW 2013 für 1,3 Millionen Euro saniert.
Im Zuge der Baumaßnahme entstanden an beiden Straßenseiten neue Radwege. Straße und Radwege sind aus Kritikersicht seit der Sanierung schlechter ausgeleuchtet als vorher. Straßen.NRW erklärte auf Anfrage, dass es Sache der Stadt Lünen sei, weitere Lampen zu installieren.

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