Kamener Straße soll noch 2016 Laternen bekommen

Weg soll sicherer werden

Seit rund drei Jahren ist es duster an der Kamener Straße in Lünen, besonders für Radfahrer. Die Laternen wurden dort gefällt. Bürger und ein Verein dort wünschen sich seitdem mehr Licht an der Straße. Wetter, Gutachten und Diskussionen hatten deren Bau verzögert. Doch nun zeichnet sich ein Ende des dunklen Radwegs ab.

LÜNEN

, 14.09.2016 / Lesedauer: 3 min
Kamener Straße soll noch 2016 Laternen bekommen

Seit Mitte 2013 ist die Kamener Straße so spärlich erhellt. Nur die Bushaltestelle ist beleuchtet zwischen Schwansbell und der Innenstadt. Noch 2016 soll sich das endlich ändern.

"Wir hoffen, fertig zu werden, ehe die Tage richtig kurz werden." Frank Knoll von der Stadt Lünen ist zuversichtlich, dass die Kamener Straße zwischen der Kampfbahn Schwansbell und der Lüner Innenstadt noch in diesem Jahr neue Straßenlaternen erhält. 

Seit dem Sommer 2013 ist die Bundesstraße weitgehend unbeleuchtet, nachdem der Landesbetrieb Straßen.NRW die Straße saniert hatte und die Laternen fällte, jedoch keine neuen aufstellte - vollkommen im Rahmen der Gesetzeslage und Richtlinien.

Bürger und Verein setzten sich für Laternen ein

Seitdem setzen sich Bürger und allen voran der Lüner SV dafür ein, dass die Straße wieder beleuchtet wird. Vor allem für radfahrende Kinder, die allein zu ihren Trainings fahren wollen und auch sollen. Zunächst hatte es Schwierigkeiten beim Baubeginn gegeben, dann fehlte Straßen.NRW ein Gutachten für die Beleuchtung. Am 2. September haben sich nun Vertreter der Stadt Lünen und vom Straßenbetrieb zusammengesetzt und letzte offene Fragen bezüglich der Pläne und des Gutachtens geklärt.

"Am Montag haben wir die neuen Pläne an Straßen.NRW geschickt", sagt Frank Knoll. Dort müssen sie noch geprüft werden, doch sobald Lünen das Okay bekommt, würden die Bauarbeiten beginnen, so Knoll. Er rechne mit zwei bis drei Wochen zur Prüfung der Unterlagen. Bevor die dunkelste Jahreszeit hereinbricht, sollen die Wege an der Kamener Straße wieder erleuchtet sein. "Es ist gut, solche Sachen endlich vom Tisch zu kriegen", sagt Frank Knoll. Auch Peter Beiske von Straßen.NRW ist zuversichtlich, dass die neuen Unterlagen schnell geprüft werden können: "Ich rechne da mit einigen Tagen, zumal die Unterlagen grundlegend schon einmal geprüft worden sind."

Zurzeit hat die Stadt 75.000 Euro für die neuen Laternen einkalkuliert. Allerdings könnte dieser Betrag noch steigen durch zusätzliche Beleuchtungen, die zuvor noch nicht in den Plänen aufgetaucht waren. Die Stadt kalkuliere die neuen Kosten derzeit, so Knoll.

Erleichterung beim Lüner SV

Erleichtert ist auch Peter Marx, 2. Vorsitzender des Lüner SV: "Es wäre nicht schlecht, wenn das vor der Winterzeit klappt." Eltern hätten Angst, ihre Kinder allein mit dem Rad zum Training fahren zu lassen, "denn ohne Beleuchtung ist die Kamener Straße lebensgefährlich" für Radler, sagt er. 

Der Verein macht den schwierigen und unbeleuchteten Weg mitverantwortlich für seinen Nachwuchsschwund: "Klar, alle Vereine haben Probleme mit dem Nachwuchs, Kinder und Jugendliche haben andere Interessen und durch den demographischen Wandel gibt es generell weniger", sagt Marx. Die Situation an der Kamener Straße sieht er aber als einen möglichen Grund, warum Eltern und Kinder sich für andere, innenstadtnähere Vereine entscheiden.

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Zuletzt musste der Lüner SV seine F-Jugend sogar vom Spielbetrieb zurückziehen. Es gab nur noch fünf Spieler, weil andere aufgerückt waren in die E-Jugend und zu wenige in nachrückten. Neuanmeldungen gab es nicht in ausreichender Zahl. "Vielmehr sind die Neuanmeldungen im unteren Jugendbereich in erschreckendem Maße zurückgegangen", heißt es vom Jugendleiter Werner Krause im Vereinsmagazin des Lüner SV. Peter Marx hofft nun, dass sich die Lage mit der helleren und sichereren Verkehrslage wieder besser.

Zuvor hatten sich vor allem Bürger erfolgreich für die Laternen eingesetzt. Ihr Bestreben haben wir 2015 im Video festgehalten:

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