Kein Licht am Fahrradweg an der Kamener Straße

Nach Bauarbeiten

An der Kamener Straße - zwischen Seseke-Übergang und Zwolle-Allee - wurde in den vergangenen Monaten ein Radweg gebaut. Eigentlich eine gute Nachricht. Doch während der Bauarbeiten sind die Straßenlaternen komplett verschwunden. Für den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) eine bedenkliche Situation.

Lünen

, 21.01.2014, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit der Sanierung der Kamener Straße sind auf dem Teilstück zwischen Sesekemündung und Zwolle-Allee die Straßenlaternen weggefallen. Neue soll es nicht geben.

Mit der Sanierung der Kamener Straße sind auf dem Teilstück zwischen Sesekemündung und Zwolle-Allee die Straßenlaternen weggefallen. Neue soll es nicht geben.

„Die Fahrbahn wird dort nicht mehr beleuchtet, weil die Verkehrsteilnehmer alle selber Licht haben“, sagt Abteilungsleiter Reinhard Scholz. Geplant sei, Straßenlaternen an den Bushaltestellen und den beiden Querungshilfen zu installieren. Das könne in sechs bis acht Wochen passieren, erklärt Reinhold Scholz. Nach Angaben des ADFC Lünen hat die Stadt die ursprünglich vorhandenen Leuchtmasten aus Kostengründen nicht wieder aufgebaut. Das bereitet dem ADFC Bauchschmerzen. „Zum einen wird hier ein Angstraum geschaffen, zum anderen kann die mangelhafte Ausleuchtung verstärkt zu Unfallsituationen führen, insbesondere wenn auf der kurvigen Straße entgegenkommende Verkehrsteilnehmer geblendet werden“, sagt ADFC-Sprecher Jürgen Heidenreich.

auf einer größeren Karte anzeigen Der dunkle Asphalt, auch des Radweges, sowie die Bewaldung beiderseits der Straße führten schon von sich aus zu ungünstigen Sichtverhältnissen in der Dunkelheit und Dämmerung. Heidenreich sagt weiter, dass die neuen Radwege wichtige Verbindungen zu den südöstlichen Stadtteilen, zum Schwansbeller Sportgelände und Schloss sowie zu den Kleingartenanlagen im Bereich der Bahnbrücken seien. „Zumindest an einigen Abschnitten, wie der Zufahrt zum Schwansbeller Weg und im Bereich der Bahnbrücken, ist deshalb eine ausreichende Beleuchtung unumgänglich“ meint der ADAC-Sprecher: „Wir sind uns des Kostendrucks, dem die Stadtverwaltung ausgesetzt ist, bewusst, doch halten wir eine solche Forderung vor dem Hintergrund der vergleichsweise geringen Investitionen in den Fußgänger- und Radverkehr seitens der Stadt in den letzten Jahren für gerechtfertigt.“

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