Kinder dürfen bei Spielplatzgestaltung mitreden

Spielplatz an der Mörikestraße

Der Spielplatz an der Mörikestraße wird saniert und um ein vierfaches größer. Damit er nach der Sanierung genau so aussieht, wie die Kinder es sich vorstellen, dürfen sie mit entscheiden, welche Spielgeräte gebaut werden sollen. Klar ist jedenfalls: Es wird ein Abenteuerspielplatz mit Klettergerüst, Baumhaus und Seilschaukel.

WETHMAR

von Carolin Rau

, 31.05.2016, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kinder, die in der Nähe des Spielplatzes an der Mörikestraße wohnen, halten den Plan für ihren neuen Spielplatz in der Hand. Entworfen wurde er von einem Architekten-Team und Lüner Streetworkern.

Die Kinder, die in der Nähe des Spielplatzes an der Mörikestraße wohnen, halten den Plan für ihren neuen Spielplatz in der Hand. Entworfen wurde er von einem Architekten-Team und Lüner Streetworkern.

Ein großer Abenteuerspielplatz mit einem Boden nur aus Sand. Oder ein Boden voller Trampoline, auf denen man von Klettergerüst zu Klettergerüst springen kann. So stellen sich Nick (10) und Leon (9) den perfekten Spielplatz vor. Die Realität sieht am Spielplatz an der Mörikestraße allerdings anders aus. Ein kleiner Sandkasten, eine Drehscheibe und ein Schaukeltier. Das ist alles. Noch.

Ein Team aus Architekten und Streetworkern möchte den Kindern, die in der Nähe vom Spielplatz an der Mörikestraße wohnen, nun ihre Wünsche erfüllen. Am Mittwoch vergangener Woche trafen sie sich mit ihnen und besprachen, wie der Spielplatz bald aussehen könnte.

Die Kinder dürfen entscheiden

Darüber hatten die Architekten Ralf Müller und Marita Tegtmeier zusammen mit den Streetworkern Jakub Kus-Wolfkühler und Ilka Sieber schon vorher nachgedacht. Trotzdem sollten aber die Kinder entscheiden, was ihnen auf ihrem neuen Spielplatz wichtig ist. Dafür durfte jedes Kind sein Lieblings-Spielgerät nennen. Neben rutschen, schaukeln, hangeln und turnen wollten die meisten der zehn Kinder klettern. Zur Erleichterung aller hatte das Team beim Entwurf für den Spielplatz vor allem an eines gedacht: Klettergerüste.

Dazu kommen unter anderem ein Barfußpfad, eine Seilschaukel und ein drei Meter hohes Baumhaus. Die beliebte Drehscheibe, die auf dem jetzigen Spielplatz steht, soll aber bleiben.

„Der Spielplatz soll ein großer Abenteuer-Spielplatz in natürlichen Farben werden“, erklärte Tegtmeier. Fest steht auch, dass sich die Größe des Spielplatzes ungefähr vervierfacht. Genutzt wird dafür die umliegende Rasenfläche.

Auch andere Spielplätze werden saniert

Durch den neuen Spielplatz erhofft sich Laura Borm, Mutter von einer acht- und einer einjährigen Tochter, dass die Kinder wieder mehr auf dem Spielplatz und weniger auf der Straße spielen. „Die Aktion finde ich sehr schön. Sie hat mich positiv beeindruckt“, sagte sie. Ihre Tochter Cynthia meinte: „Der neue Spielplatz wird echt toll.“

Fertig sein soll der Spielplatz, der gut 100.000 Euro kosten wird, im Frühjahr 2017. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Spielplätze an der Mozartstraße und der Straße Auf dem Kelm werden ebenfalls saniert.  

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