Kinder erstochen: Lünerin muss in die Psychiatrie

Urteil nach Familientragödie

In dem Prozess um die Familientragödie in Lünen-Gahmen ist nun eine Entscheidung gefällt. Eine 28-Jährige hatte im November 2016 zwei ihrer Kinder mit einem Messer in ihren Betten getötet. In dem Prozess legte sie ein Geständnis ab. Nun haben die Richter entschieden: Sie muss auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie.

LÜNEN/DORTMUND

19.06.2017, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kinder erstochen: Lünerin muss in die Psychiatrie

Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.

Die Mutter aus Gahmen ist am Montag auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Straftäter-Psychiatrie eingewiesen worden. Das Dortmunder Schwurgericht erklärte die 28-Jährige für schuldunfähig. Eine klassische Bestrafung war damit ausgeschlossen.

Zuvor war der psychiatrische Sachverständige Bernd Roggenwallner zu dem Schluss gekommen, dass die Syrerin an einer schweren paranoiden Schizophrenie leidet. Möglicherweise war die Erkrankung bereits in ihrer Heimat ausgebrochen, ganz sicher aber hatte sie sich nach der Geburt des dritten Kindes am Lüner Hirtenweg massiv verschlechtert.

Die 28-Jährige hatte Wahnvorstellungen und fühlte sich von ihren Kindern bedroht. Im November erstach sie ihren einjährigen Sohn und die vier Jahre alte Tochter in ihren Betten.

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Zwei tote Kleinkinder in Lünen aufgefunden

Eine Mutter hat in Lünen öffenbar zwei Kleinkinder im Alter von einem und vier Jahren getötet. Die 28-Jährige war selbst schwer verletzt und wurde festgenommen.
02.11.2016
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Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
In der Wohnung befand sich auch noch ein Säugling. Dieser blieb unverletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
In der Wohnung befand sich auch noch ein Säugling. Dieser blieb unverletzt. Rettungskräfte versorgten das Kind. © Foto: René Werner/IDA News
In der Wohnung befand sich auch noch ein Säugling. Dieser blieb unverletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Eine Mutter hat in Lünen offenbar zwei ihrer Kinder erstochen und sich anschließend selbst schwer verletzt.© Foto: René Werner/IDA News
Schlagworte Lünen

Sprachbarriere macht Therapie nur schwer möglich

„Wir hatten über ein äußerst tragisches Geschehen zu entscheiden“, sagte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter in der Urteilsbegründung. Die Beschuldigte dürfe nicht in die Freiheit entlassen werden, weil sie ohne Behandlung weiterhin gefährlich sei.

„Eine Therapie ist ohnehin nur schwer möglich, weil sie keinerlei Deutschkenntnisse besitzt“, sagte der Richter. Es sei davon auszugehen, dass die 28-Jährige über eine sehr lange Zeit in der Klinik bleiben müsse. Ihr Mann hatte zuletzt erklärt, er wolle auf sie warten. „Für mich ist sie selbst mehr Opfer als Täterin“, sagte der Zeuge.

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