Kindergarten St. Ludger wird Flüchtlingsunterkunft

Ab Juni

Ab dem 1. Juni beginnt ein weiteres Kapitel in den Räumen des ehemaligen Kindergartens St. Ludger. In naher Zukunft werden hier Flüchtlinge untergebracht, die der Stadt Lünen vom Land Nordrhein-Westfalen zugewiesen werden. Rund 20 sollen dort ab Juni einziehen, für 70 soll es Platz geben.

ALSTEDDE

, 16.05.2016, 05:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kindergarten St. Ludger wird Flüchtlingsunterkunft

In diesem Gebäudekomplex sollen ab Juni Geflüchtete wohnen.

Knapp 1100 Quadratmeter stehen den Geflüchteten dann in dem ehemaligen Kindergarten zur Verfügung. „Vom Grundriss her haben wir hier kleinere und größere Zimmer“, erklärt Ludger Trepper, Fachdezernent für Soziales. Durch die Aufteilung könne man Zimmer in verschiedenen Größen – also für Familien und mehrere Alleinreisende – bereitstellen, sagt er. Derzeit werde das Gebäude renoviert, Wände würden gestrichen und die Sanitäranlagen umgerüstet – schließlich sind die jetzigen Anlagen noch auf Kinder ausgerichtet.

Zu den bestehenden Wasch- und Toilettenräumen werden auch die zwei Duschcontainer von der ungenutzten Notunterkunft an der Mersch nach Alstedde verlegt. Bald sollen auch die Möbel eintreffen, Betten und Schränke seien bereits bestellt.

Vorgehen wie beim Aldi-Markt

Wie auch im ehemaligen Aldi-Markt mietet die Stadt das Gebäude vom Bauverein zu Lünen an. „Die Umbaukosten sind in der Miete miteinberechnet“, sagte Trepper, wie hoch diese seien, sagte er aber nicht. Derzeit seien derzeit erst einmal keine weiteren Zuweisungen des Landes NRW an die Stadt Lünen geplant, erklärte Trepper.

Doch das könne sich schnell wieder ändern. Rund 20 Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Turnhalle Brambauer werden ab 1. Juni den ehemaligen Kindergarten beziehen. „Langfristig wollen wir die Turnhallen als Unterkunft auflösen“, sagte er. Zusätzlich versuche man auch, die Flüchtlinge im Stadtteil unterzubringen.

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Bürgerinfo im Mai

„Dort haben sie die ersten Kontakte geknüpft“, erklärte er. Allerdings könne das nicht immer gelingen. Um über die künftige Nutzung des ehemaligen katholischen Kindergartens zu informieren, lädt die Stadt Lünen am Mittwoch, 18. Mai, interessierte Bürger zum Gespräch ein.

Für Fragen stehen dann ab 18 Uhr in der Katholischen Kirche St. Ludger Alstedde, Am Heikenberg 13, der Erste Beigeordnete Horst Müller-Baß, der städtische Fachdezernent für Jugend, Bürgerservice und Soziales, Ludger Trepper, die städtische Abteilungsleiterin für Wohnen und Soziales, Beate Lötschert, sowie Vertreter des Trägers der Einrichtung zur Verfügung. 

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