Kinofest 2022 Lünen Alle wichtigen Infos zu Preisen, Filmen und Mario Adorf

Redakteur
Lutz Nennmann.
etreiber der Cineworld und Veranstalter des Kinofests, wird auch in diesem Jahr wieder die Lüdia, den Filmpreis der Stadt Lünen, vergeben. © Günter Blaszczyk
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Der Fokus liegt auf deutschen Filmen, am Anfang wurde ein Opernfilm gezeigt und Mario Adorf schaut auch mal vorbei: Das Kinofest Lünen wartet auch in diesem Jahr mit einigen Highlights auf. Fünf Tage lang werden zahlreiche Filme zu sehen sein. Das Besondere: Erstmals steht die gesamte Cineworld als Festival-Kino zur Verfügung. Alle Infos zur Veranstaltung haben wir in Fragen und Antworten zusammengestellt.

Welche Filme gibt es zu sehen und wie lange geht das Kinofest?

Das Kinofest Lünen ist am Mittwoch (23. November) gestartet und geht bis zum Sonntag (27. November). Bei der fünftägigen Veranstaltung feiern einige Filme ihre Weltpremiere. Durch die Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund und der Bergischen Universität Wuppertal präsentieren junge Filmemacher ihre Werke.

Eines der Höhepunkte ist mit Sicherheit „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ mit Mario Adorf in der Hauptrolle und anschließendem Gespräch mit dem Schauspieler. Das Event wird zudem am Mittwoch mit einem besonderen Werk eröffnet: Regisseur Axel Ranisch präsentiert seinen Opernfilm „Orphea in Love“, der den antiken Mythos rund um den begnadeten Sänger Orpheus und seine verlorene Geliebte Eurydike neu interpretiert.

Wo liegt der Schwerpunkt des Programms?

Der Fokus liegt in diesem Jahr auf deutschen Filmen. In allen Wettbewerben sind ausschließlich Produktionen aus Deutschland zu sehen. Nicht umsonst heißt das diesjährige Motto: „Das Kinofest feiert deutsche Filme“. Mit über 60 Filmen ist das Programm doppelt so groß wie im letzten Jahr. Das gesamte Programm ist auf der Internetseite kinofest.film zu sehen.

Gibt es noch Tickets und was kosten sie?

Zunächst einmal: Ja, es gibt noch Karten. „Dadurch, dass wir die Filme zweimal zeigen und alle Säle des Cineworld zur Verfügung stehen, gibt es noch genügend Tickets“, sagte Pressesprecherin Paula Döring. Für die Vorstellungen im Festivalprogramm müssen Besucher 11 Euro im Parkett und 14 Euro in der Loge zahlen.

Das Kinofest 5er-Ticket kostet 35 Euro und ist ausschließlich an der Kasse im Cineworld erhältlich. Die Abschlussveranstaltung inklusive Buffet, aller Getränke und Film-Event kostet 19,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren zahlen im Festivalprogramm 6 Euro im Parkett und 9 Euro in der Loge.

Was bietet das Kinofest für Kinder und Familien?

Fünf Kinder- und Jugendfilme stehen im Wettbewerb um den Kinderfilmpreis Rakete. Bei „Himbeeren mit Senf“ geht es um die 13-jährige Meeri, die verliebt ist, deren Mutter gestorben und ihr Vater Bestattungsunternehmer ist und eine neue Frau sucht. Zudem hat sie eine besondere Fähigkeit: Sie kann fliegen.

Gedreht über einen Zeitraum von zehn Jahren, erzählt der Film „Kalle Kosmonaut“ das Älterwerden von Kalle und wirft einen Blick auf seine Familie und seinen Kiez – eine Mischung aus Animationen und Dokumentaraufnahmen. In „Lucy ist jetzt Gangster“ kommt Lucy auf die Idee, eine Bank zu überfallen, um ihre Familie zu retten. Aber wie wird man Gangster? Sie nimmt Nachhilfe in Lügen, Betrügen und Stehlen bei Klassen-Gangster Tristan.

„One in a Million“ ist die Geschichte zweier Mädchen auf verschiedenen Kontinenten, die durch Social Media und ihre Leidenschaft für das Turnen verbunden sind. Whitney Bjerken aus den USA ist eine weltberühmte YouTuberin. Die stille aber feinfühlige Yara aus Deutschland ist einer ihrer größten Fans.

Den Blick auf eine „Brennpunktschule“ wirft der Film „Platzen“. Die Kinder kommen aus zwölf Ländern und sprechen vierzehn Sprachen. Im Fokus: Der US-Amerikaner Graham Smith, der mit Kindern aus Problemvierteln arbeitet. Er will sie auf die Bühne bringen und Kunst machen.

Auch für Kinder und Jugendliche hat das Kinofest Lünen viel zu bieten.
Auch für Kinder und Jugendliche hat das Kinofest Lünen viel zu bieten. © Günter Blaszczyk

Welche Preise werden verliehen?

Für den besten Film im Wettbewerb gibt es die Lüdia. Hier stehen neun Werke zur Auswahl. Die Rakete kürt den bester Jugendfilm. Neben den fünf oben beschriebenen Werken läuft der Film „Geschichten vom Franz“ außer Konkurrenz. Eine Produktion über den neunjährigen Franz aus Wien, der nicht zu den Coolen gehört und sich verändern will. Seine Freunde finden das aber uncool. Für den besten Kurzfilm sind zehn Filme nominiert.

Welche Stars kommen zum Kinofest?

Mario Adorf ist das Gesicht des Lüner Kinofestes in diesem Jahr. Er erhält den neu geschaffenen Preis „Nike“ für sein Lebenswerk. Der Award wurde auf Initiative der beiden Cineworld-Chefs und Kinofest-Veranstalter Meinolf Thies und Lutz Nennmann als Preis erstmals ins Leben gerufen und ist wie die „Lüdia“ dotiert mit 15.000 Euro. Adorf war bei der Eröffnungsshow am Mittwoch und am Donnerstag im Anschluss an die Präsentation des Films „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ vor Ort.

Außerdem war Axel Ranisch, Regisseur des Eröffnungsfilms „Orphea in Love“ zusammen mit den Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern Guido Badalamenti, Christina Große und Heiko Pinkowski in Lünen. Zudem besuchten weitere Namen der Filmbranche wie Anne Ratte-Polle, Christopher Roth und Michael Koch die Lippestadt.

Mario Adorf.
Mario Adorf bekommt den Preis für sein Lebenswerk verliehen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Worauf dürfen sich die Besuchenden zum Abschluss freuen?

Zum Ende des Kinofests am Sonntag (27. November) wird es eine Live-Vertonung des Films „Menschen am Sonntag“ aus dem Jahr 1929 geben. Die DJs Tobias Thomas und Phillip Jondo wollen so eine neuartige Betrachtungsweise des Films erzeugen.