Kita-Beiträge in Lünen: Warum das Land jetzt schnell handeln muss

Kolumne

Familien sind durch die Corona-Krise belastet. Für Februar mussten sie nun die vollen Kita-Beiträge bezahlen, trotz eingeschränkter Betreuung. Das Land muss helfen, findet unsere Autorin.

Lünen

, 11.03.2021, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Erstattung von Elternbeiträgen für Februar ist noch kein Thema in Lünen. Sie hängt von einer Entscheidung des Landes NRW ab.

Die Erstattung von Elternbeiträgen für Februar ist noch kein Thema in Lünen. Sie hängt von einer Entscheidung des Landes NRW ab. © picture alliance/dpa

Homeschooling und Homeoffice, dazu geschlossene Kitas im Lockdown und fehlende Freizeitmöglichkeiten- das hat Familien auch in Lünen maximal belastet. Einfach durchzustehen ist das nicht. Da war ich zwischenzeitlich wirklich froh, dass meine Kinder schon erwachsen sind.

Jetzt müssen junge Eltern auch noch finanziell in Vorleistung treten. Denn für Januar und März 2021 haben sie voll bezahlt, obwohl es bei der Betreuung deutliche Einschränkungen gab.

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Im Januar hatte das Land NRW noch die Hälfte der Kosten für die ausgefallene Kita-Betreuung im Lockdown übernommen, die andere Hälft trug die Stadt Lünen. Doch weil das Land diese Entscheidung erst in der zweiten Januar-Hälfe traf, waren die Beiträge längst abgebucht. Für Februar wurden sie daher komplett erlassen. Seit März zahlen die Eltern wieder, obwohl auch jetzt die Betreuung noch eingeschränkt ist. Damit die Stadt Lünen die Beiträge erlassen kann, braucht sie einen politischen Beschluss. Die kommunalen Spitzenverbände erwarten vom Land, dass es eine Hälfte der Kosten übernimmt. Von dort gibt es bisher kein Signal. Doch wenn das kommt, würde auch Lünen die Politik dazu auffordern.

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