Klage gegen Hochspannungsleitung zum Schutz des Uhus

Trianel-Kraftwerk

LÜNEN Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) greift den Bau des Trianel-Steinkohlekraftwerks in Lünen mit einer dritten Klage an. Der BUND weist darauf hin, dass die geplante Hochspannungsleitung in 200 Metern Entfernung zum Brutplatz eines Uhu-Paares vorbei führt.

von Von Peter Fiedler

, 19.01.2010, 15:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erst im Dezember hatte der BUND die zweite Klage auf den Weg gebracht, die sich gegen eine wasserrechtliche Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg richtet. Es geht dabei um die Einleitung von Abwasser aus dem Kühlturm und der Rauchgasentschwefelungsanlage in die Lippe.

Die erste Klage, gerichtet gegen Teilgenehmigungen für den Kraftwerksbau, war schon im März 2009 vor dem OVG verhandelt worden. Allerdings gab es noch kein Urteil, weil das OVG den Europäischen Gerichtshof angerufen hat. Der soll entscheiden, ob Naturschutzverbände wie der BUND in ihren Klagerechten unzulässig eingeschränkt sind. Einen Termin für die Verhandlung vor dem EuGH gibt es noch nicht. Die Bauarbeiten am Kraftwerk im Lüner Stummhafen sind in vollem Gange. Nach den Plänen von Trianel soll es gegen Ende 2012 ans Netz gehen. Die Investition liegt bei 1,4 Milliarden Euro. 

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