Kleinbecker Park: Baugrund in Horstmar hat einen neuen Eigentümer

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Die Rodung des Kleinbecker Parks hat die Gemüter erhitzt. Wie geht es weiter? Bekanntlich sollen dort 33 Wohnungen gebaut werden. Inzwischen hat das Grundstück den Eigentümer gewechselt.

Horstmar

, 02.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tinte unter dem Vertrag ist noch nicht lange trocken. In der vergangenen Woche hat die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen (WBG) die 4800 Quadratmeter große Fläche des Kleinbecker Parks in Horstmar von der Harpen Immobilien GmbH gekauft. „Wir haben das Grundstück gerodet übergeben und die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen“, erklärt Franz-Josef Peveling, Geschäftsführer von Harpen Immobilien. Es sei eine Bauvoranfrage bei der Stadt gestellt worden, die positiv entschieden worden sei. Das bestätigt WBG-Geschäftsführer Rainer Heubrock. Das Wohnungsunternehmen ist Bauherr und Investor.

Nach Angaben von Peveling hätte sich am 1. April der Beirat für Stadtgestaltung und Baukultur (LBSB) mit den Plänen befasst. Das unabhängige Sachverständigengremium soll laut Ratsbeschluss in Lünen dazu beitragen, architektonische und städtebauliche Qualität zu sichern. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise müsse die Sitzung aber ausfallen, so Peveling. Rainer Heubrock war von einer solchen Sitzung nichts bekannt.

Öffentlich geförderte Wohnungen geplant

Wie berichtet, plant das Architekturbüro Weiß, Wessel, Kirchner auf dem Gelände 33 Wohnungen mit drei Eingängen. Vor den Gebäuden sollen 1500 Quadratmeter Grünfläche entstehen. Sie werde „parkähnlich gestaltet“, wie Rainer Heubrock sagt. Es sei geplant, zwischen 30 und 50 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten.

„Wir stehen noch ganz am Anfang und werden jetzt die nächsten Schritte gehen“, so Heubrock. In der Überlegung ist, Erdwärme und Photovoltaik zu nutzen, denn Gas sei nicht mehr die Energie der Zukunft. Die Dächer des Flachbaus könnten begrünt werden. Statt Tiefgaragen seien hinten Stellplätze in der Diskussion. „Man muss sich das überlegen. Einige sind ja eher dafür, das Blech nach unten zu stellen. Da kostet aber ein Platz zwischen 35.000 und 42.000 Euro“, so Heubrock. Man stelle sich die Frage, wie wir künftig leben werden. Fahren dann noch viele Autos oder gibt es eher Carsharing?

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Der WBG-Geschäftsführer kann sich vorstellen, Ende diesen Jahres, Anfang nächsten Jahres mit dem Bau zu beginnen. „Es ist ja auch wichtig, ein Zeichen zu setzen.“ Kalkuliert wird mit einem Jahr Bauzeit.

Noch viele Fragen offen

Zu den Investitionskosten wollte sich Heubrock nicht äußern, da viele Fragen noch offen seien. „Wir sind ja bisher noch gar nicht öffentlich als Bauherr aufgetreten“, betont er das frühe Stadium des Bauprojekts in Horstmar.

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