Der 40 Meter hohe B-Bau des St Marien Hospitals ist eingerüstet. Die Fassade wird warm eingepackt. © Quiring-Lategahn
Sanierungsprogramm

Klinikum Lünen wird Großbaustelle: Einzelne Stationen müssen schließen

Ein 40 Meter hohes Gerüst steht am B-Bau des St. Marienhospitals in Lünen. Die Fassade soll warm eingepackt werden. Auch am A-Bau sind Arbeiten geplant - dafür müssen sogar einzelne Stationen schließen.

Ein umfangreiches Sanierungspaket hat das Lüner Krankenhaus geschnürt. Durch ein Sonderinvestitionsprogramm des Landes stehen 5,8 Millionen Euro für verschiedene Projekte zur Verfügung. Für die nächsten anderthalb Jahre ist jetzt die Operation Baustelle angesetzt.

Weithin sichtbar ist der eingerüstete B-Bau. Hier soll Ende der Woche die Fassadenerneuerung beginnen. Dazu werden die alten Platten abgenommen und nach einer Dämmung neue wieder angebracht.

Diese Prozedur hat der A-Bau schon hinter sich. 1996 ist dort die Fassade auf diese Weise warm eingepackt worden. Später folgte der D-Bau. Jetzt wird der letzte Teil des markanten Krankenhaus-Baus erneuert. Rund 1,5 Millionen Euro fließen in die dickere Außenhaut. Das Klinikum rechnet dank der energetischen Sanierung mit geringeren Heizkosten.

Stationen müssen schließen

Im vierten Quartal wird ein weiteres Gerüst an der Rückseite des A-Baus hochgezogen. Hier sollen 94 Balkontüren und -fenster ausgetauscht werden. Sie stammen noch aus dem Jahr 1968, teilweise zieht der kalte Wind hindurch. Der Austausch bedeutet somit auch mehr Komfort für die Patienten. Teile der Fassade und die Balkonbeläge werden ebenfalls erneuert.

„Diese Baustelle wird eine große Herausforderung“, kündigt Michael Goepfert, technischer Leiter des St.-Marienhospitals an. Denn in dem rückwärtigen Bereich liegen die Patientenzimmer. Um die Beeinträchtigungen für die Kranken möglichst gering zu halten, werde man stationsweise vorgehen. Jeweils für fünf Wochen müsse dann eine der sieben Stationen geschlossen werden. Die Patienten werden währenddessen auf andere Stationen verteilt.

Nochmal komplizierter wird es für die Intensivstation im 13. Stock. „Hier gibt es eine Sonderregelung“, kündigt Goepfert an. Weil man nicht die komplette Station stilllegen könne, werde Zimmer für Zimmer vorgegangen. Hier sind nicht nur Fenster und Türen der Balkone dran, auch eine spezielle Lüftungsanalage werde eingebaut. Für den A-Bau sind 3 Millionen Euro Sanierungskosten veranschlagt.

Neues Interventionszentrum startet

Eine größere Baustelle im Krankenhaus wird bald abgeschlossen: Das neue Interventionszentrum, in dem Patienten mit komplexen Herzerkrankungen oder Schlaganfällen behandelt werden können, steht kurz vor der Eröffnung. Die Bauarbeiten hatten sich durch die Corona-Krise verzögert.

Die Träger für die Verbindungsbrücke vom Bettentrakt zum neuen Interventionszentrum des Katholischen Klinikums Lünen/Werne mussten über das Gebäude gehoben werden.
Die Träger für die Verbindungsbrücke vom Bettentrakt zum neuen Interventionszentrum des Katholischen Klinikums Lünen/Werne mussten über das Gebäude gehoben werden. © Günter Blaszczyk © Günter Blaszczyk

Das moderne Medizinzentrum ist in den ehemaligen Räumen der Apotheke und der Urologie eingerichtet worden. Eine Verbindungsbrücke verbindet die beiden Gebäudeteile. Für die schweren Geräte mussten in einer spektakulären Aktion 16 Stahlträger eingezogen werden.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn