RB 50

Koffer auf den Gleisen in Lünen: Zugfahrt endet in der Werkstatt

Nach einem Zusammenprall mit einem Koffer auf den Gleisen war die Fahrt eines RB-50-Zuges am Montag zu Ende. Unbekannte hatten einen Koffer auf die Gleise gelegt. Die Polizei sucht Zeugen.
Ein Zug der Linie RB 50 ist am Montagabend mit einem Koffer zusammengeprallt, den Unbekannte in Lünen auf die Gleise gelegt hatten.
Ein Zug der Linie RB 50 ist am Montagabend mit einem Koffer zusammengeprallt, den Unbekannte in Lünen auf die Gleise gelegt hatten. © Bundespolizei

Ein Zug der Linie RB 50 ist am Montagabend (4. April) mit einem Koffertrolley kollidiert und beschädigt worden.

Gegen 22.15 Uhr alarmierte der Zugführer der RB 50 von Münster in Richtung Dortmund die Bundespolizei. Kurz bevor der Zug die Kanalbrücke über dem Datteln-Hamm Kanal überfahren sollte, sei der Zug mit einem Gegenstand kollidiert. Das teilt die Bundespolizei am Dienstag (5. April) mit.

Der Zug war danach nur noch bedingt fahrbereit, so dass dieser nur mit Schrittgeschwindigkeit zur Station Lünen-Preußen gefahren werden konnte.

Beim Zusammenprall war der Zug derart beschädigt worden, dass dieser ausgesetzt und in eine Werkstatt gefahren werden musste. Die Passagiere konnten ihre Fahrt erst später mit einem Ersatzzug fortsetzen.

Koffer auf Gleise gelegt

Bundespolizisten untersuchten den Zug und die Strecke und stellten dabei fest, dass Unbekannte kurz vor der Kanalbrücke einen Koffertrolley auf die Gleise gelegt hatten.

Eine Streife der Bundespolizei konnte in dem beschriebenen Bereich keine Personen mehr antreffen. Es wurde ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

In der Vergangenheit soll es laut Polizei in diesem Bereich vermehrt zu solchen Straftaten gekommen sein, wie weitere Ermittlungen ergaben. Erst am 23. März war ein Lokführer auf der gleichen Strecke mit einem Laserpointer geblendet worden.

Personen, die Hinweise zu Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich an die Bundespolizei zu wenden, Tel. (0800) 68 88 000 (kostenlos).

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