Aus dieser Fahrtrichtung gibt es an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße/ Kamener Straße kein Orientierungsschild mehr. © Varga
Gericht

Kokain am Steuer: Polizei erwischt Rentner (67) nach Unfall in Lünen

Mit Kokain im Blut hat die Polizei einen Rentner in Lünen erwischt. Besonders ungünstig: Er saß am Steuer eines Autos und soll einen Unfall mit Fahrerflucht begangen haben.

Mit Kokain im Blut und im Gepäck verursachte ein 67-jähriger Autofahrer in Lünen offenbar einen Unfall und verschwand vom Ort des Geschehens. Nun hätte der Rentner vor Gericht stehen sollen. Er fehlte. Eine Strafe kassierte er trotzdem.

Auf der Kurt-Schumacher-Straße, so die Anklage, geriet der Mann aus Hamm am Abend des 31. Januar auf die Gegenfahrbahn. Dort touchierte er ein anderes Fahrzeug, verursachte etwa 2000 Euro Fremdschaden und entfernte sich vom Unfallort. Der Geschädigte verständigte die Polizei, die den 67-Jährigen, der in Schlangenlinien auf der Viktoriastraße unterwegs war, entdeckte. Er wurde gestoppt und auf dem Beifahrersitz stießen die Beamten auf ein Tütchen mit 0.88 Gramm Kokain. Ein Test bestätigte kurz darauf, dass der Senior auch unter dem Einfluss der Droge stand.

Geldstrafe und Sperrfrist für Führerschein

Wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht und Besitzes von Drogen sollte sich der bis dato unbescholtene Mann nun vor dem Amtsgericht verantworten. Er, der bei der Polizei offenbar angab, sich auf eigene Faust aus dem Krankenhaus entlassen zu haben, um ein wenig Luft zu schnappen, erschien nicht zu seinem Termin. Daraufhin erging ein Strafbefehl: 1800 Euro Geldstrafe und vier Monate Sperrfrist zur Neuerteilung der entzogenen Fahrerlaubnis.

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