Kostenloses Parken an Lüner VHS wird gestrichen

Pfarrer-Bremer-Platz

Die Besucher diverser Kurse der Volkshochschule Lünen (VHS) sind sauer: Die Verwaltung hat das kostenlose Parken auf dem Pfarrer-Bremer-Platz für VHS-Teilnehmer gestrichen. Warum? Das erfahren Sie hier.

LÜNEN

, 18.06.2017, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Eingang zu Kursräumen der Volkshochschule an der Stadttorstraße. Um die Ecke, an der Franz-Goormann-Straße, befindet sich die Verwaltung der VHS.

Der Eingang zu Kursräumen der Volkshochschule an der Stadttorstraße. Um die Ecke, an der Franz-Goormann-Straße, befindet sich die Verwaltung der VHS.

Laut Wolfgang Reimer - er machte diese Redaktion mit einem Leserhinweis darauf aufmerksam - ist es jahrelange Praxis gewesen, dass Teilnehmer von VHS-Kursen auf dem Parkplatz Pfarrer-Bremer-Platz kostenlos parken durften – plus eine halbe Stunde davor und danach. 

Der kostenlose Parkschein, sagte Reimer im Gespräch mit unserer Redaktion weiter, sei jedem Kursusteilnehmer zum Auftakt der Veranstaltung vom Kursleiter ausgehändigt worden: „Jetzt fallen bei jedem Kursustermin Parkgebühren an. Das wollen wir uns nicht gefallen lassen.“

Mit „wir“ meint Wolfgang Reimer weitere VHS-Besucher. Ende dieses Monats wollen sich die Betroffenen treffen, um ihr Vorgehen gegen die Streichung der kostenlosen Parkkarte durch die Verwaltungsspitze zu besprechen. Wie das aussehen soll, dazu machte Wolfgang Reimer keine Angaben.

Bei der Stadt hieß es auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Parkregelung seit September 2009, also acht Jahre lang, „auf Beschluss des damaligen Verwaltungsvorstandes“ beruht. Gleichzeitig bestätigte die Stadt, dass die Regelung gestrichen werden soll. Und zwar mit Ablauf des Sommersemesters.

Die bisherige Praxis war ein Rechtsverstoß

Auf die Fragen unserer Redaktion, warum die Regelung gestrichen wird und wer dafür verantwortlich ist, antwortete die Stadt:

„Die Einziehung der Parkausweise geht zurück auf das Ergebnis einer gutachterlichen Stellungnahme der Rechtsabteilung, wonach die bisherige Praxis gegen geltendes Recht verstößt und deshalb einzustellen ist.“

Die sich daraus ergebenden Konsequenzen seien der VHS-Leitung mit Schreiben des zuständigen Dezernats vom 29. Mai mitgeteilt worden, hieß es weiter: „Zuvor hatte der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung vom 16. Mai die Thematik auf der Grundlage des Ergebnisses der Rechtsabteilung behandelt.“

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