Kurios: Darum brennen 12 Laternen auch tagsüber

Grenze zwischen Lünen und Dortmund

An der Stadtgrenze von Dortmund und Lünen leuchten zwölf Straßenlaternen auch tagsüber. Eine Anwohnerin hatte eine einfache Frage: Warum? Sie setzte sich ans Telefon und die Odyssee begann. Eine Suche nach dem Grund in sieben Akten.

LÜNEN/DORTMUND

, 26.08.2015, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kurios: Darum brennen 12 Laternen auch tagsüber

Hier brennt seit geraumer Zeit immer Licht: Die Straßenlaternen an der Königsheide an der Stadtgrenze zwischen Lünen und Dortmund brennen rund um die Uhr. Abhilfe zu schaffen ist gar nicht so einfach.

Akt 1: Eine Anwohnerin wundert sich

Nicole L. wohnt an der Mengeder Straße in Brambauer, die ab der Stadtgrenze nach Dortmund Königsheide heißt. Auf ihren Weg zur Arbeit bemerkt sie: Zwischen Königsheide 298 und 340 leuchten ständig die Laternen - also auch tagsüber.

Akt 2: Eine Mail an die Stadt Dortmund

Das lässt ihr keine Ruhe. „Nach einer Woche habe ich diese Störung über die Internetseite des Tiefbauamts der Stadt Dortmund gemeldet“, schreibt sie in einer Mail. Von einem Mitarbeiter bekommt sie dann per Mail die Information, „dass für diesen Abschnitt die Lüner zuständig“ seien.

Akt 3: Anrufe bei den Stadtwerken Lünen

Nicole L. klemmt sich hinter ihr Telefon. Mehrfach telefoniert sie mit den Stadtwerken Lünen. Richtig weiterhelfen kann ihr am Telefon niemand. Schließlich bekommt sie erneut eine Mail. Der Inhalt ist derselbe wie schon bei der Nachricht vom Tiefbauamt: „Die Stadtwerke Lünen sind nicht zuständig.“ Aber sie solle es bei Westnetz probieren.

Akt 4: Die Nachfrage bei Westnetz

Spätestens jetzt ist bei Nicole L. der Ehrgeiz geweckt. Sie wendet sich an Westnetz. Der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas mit Sitz in Dortmund ist schließlich für 195 000 Kilometer Stromnetz verantwortlich – aber leider nicht für die zwölf Laternen, die an der Königsheide andauernd brennen. Das teilt man Nicole L. am Telefon mit.

Akt 5: Oder vielleicht Straßen NRW?

Wer könnte noch für den Betrieb der Laternen verantwortlich sein, die immer noch brennen? Vielleicht Straßen.NRW, schließlich handelt es sich um eine Landstraße. Doch auch dort heißt es: „Wir sind zwar für die Instandhaltung der Straße zuständig, für die Beleuchtung aber nicht.“

Der nette Mitarbeiter der Regionalniederlassung Ruhr hat aber noch einen Tipp: „Versuchen Sie es doch mal bei der Stadt Dortmund, oder ist das noch Lünen?“ Am Ende gibt er dann doch den entscheidenden Hinweis: „Oder bei DEW21 vielleicht?“

Akt 6: DEW21 erklärt, warum die Laternen brennen

Und sie erklärte auch, warum die zwölf Laternen ständig brennen: „Es gibt bei der Schaltung einen Defekt. Daher lassen wir die Laternen lieber auch tagsüber an, damit sichergestellt ist, dass sie nachts leuchten und die Bürger sich sicher fühlen und sicher bewegen können.“

Akt 7: DEW21-Mitarbeiter reparieren die Laternen

Am Mittwoch stellten DEW21-Mitarbeiter fest, dass bei den Straßenlaternen Wasser in die Schaltstelle gelaufen war. Das defekte Bauteil wurde mittlerweile überbrückt, die Laternen werden wieder zwischen der Abenddämmerung und den Morgenstunden eingeschaltet.

An der Königsheide ist wieder alles, wie es sein soll. Darüber freut sich Nicole L., und die Lampen sieht sie erst wieder auf ihrem Weg zur Arbeit leuchten, wenn die Tage kürzer werden.

 

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