Land lenkt ein: Große Lüner Geschäfte dürfen sich verkleinern

Innenstadt

Die Landesregierung hat nun doch zugestimmt, dass großflächiger Einzelhandel öffnen darf, wenn er seine Verkaufsfläche auf 800 qm verkleinert. Das freut in Lünen unter anderem zwei Modeläden.

Lünen

, 22.04.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Modehaus P&C (r.) darf ab sofort wieder öffnen, sofern es seine Verkaufsfläche auf 800 qm verkleinert.

Das Modehaus P&C (r.) darf ab sofort wieder öffnen, sofern es seine Verkaufsfläche auf 800 qm verkleinert. © Goldstein

Die Rahmenbedingungen von Bund und Ländern bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen - Einzelhandel mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern muss geschlossen bleiben - machten vielen Unternehmen einen Strich durch die Rechnung. Beispielsweise hatte die Modekette Peek & Cloppenburg auch für ihr Haus in Lünen organisatorisch alles vorbereitet, wie City-Ring-Vorsitzender Helmut von Bohlen berichtete.

Auch er konnte nicht nachvollziehen, warum größere Geschäfte nicht öffnen durften - selbst, wenn sie ihre Verkaufsfläche künstlich verkleinern. Am Mittwoch (22.4.) lenkte die Landesregierung ein und erlaubte die Verkleinerung des Verkaufsraums. Das betrifft in Lünen weitere Ketten wie Saturn, H&M oder C&A, auch das Modehaus Adler darf wieder öffnen. „Das ist für Montag auch geplant“, so von Bohlen im Gespräch mit unserer Redaktion. Bei Peek & Cloppenburg wird es voraussichtlich noch bis Dienstag oder Mittwoch dauern. Vorher stehen noch Gespräche mit Mitarbeitern und Betriebsrat zum weiteren Vorgehen an.

Die Stadt Lünen will die betroffenen Läden über die neue Lage informieren und gegebenenfalls die verkleinerten Flächen kontrollieren. „Allerdings warten wir damit so lange, bis uns eine verbindliche Regelung seitens der Landesregierung vorliegt“, erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt.

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