Bubble Tea gibt es im neuen Geschäft an der Engelstraße in Lünen. Seit der Eröffnung am Freitag stehen immer wieder lange Schlangen vor dem Geschäft. © Marie Rademacher
Neues Geschäft

Lange Schlangen vorm Bubble-Tea-Geschäft: Trend kehrt zurück nach Lünen

Erst seit ein paar Tagen hat das Geschäft Rainbow Tea in Lünen geöffnet - fast immer mit langer Schlange davor. Den Trend gab es schon mal, bis eine Falschmeldung ihn wieder verschwinden ließ.

Seit der Eröffnung am Freitag (5. März) stehen immer wieder Schlagen vor dem neuen Geschäft an der Engelstraße 1 in Lünen. Dort gibt es Bubble Tea. Der Trend, den es auch vor rund zehn Jahren schon mal gab, scheint also zurück zu sein.

Than Van Trong (Jahrgang 1978) ist der Betreiber des neuen Geschäfts in Lünen. Er kommt aus Vietnam und hat schon in Hagen einen Laden, in dem er Bubble Tea verkauft. Seit Freitag stehen er und sein Frau sowie zwei Mitarbeiter hinter der Theke des neuen Ladenlokals – und geben einen süßen Tee nach dem anderen über die Theke. Coronedingt gibt es die Getränke im Moment nur „to go“.


Bubble Tea kommt eigentlich aus Taiwan, wie Than Van Trong erklärt. Das Getränk enthält gummiartige Kügelchen aus Tapioka-Stärke, die verschiedene Geschmacksrichtungen haben. Sie werden gemixt mit gesüßten Tees, Milch oder Fruchtsirup – und dann mit Eiswürfeln geschüttelt. So entsteht eine Art Schaum – die Bubbles, denen der Tee seinen Namen verdankt. In den 1980er-Jahren wurde das milchshakeartige Getränk in Taiwan entwickelt, verbreitete sich dann zunächst in Amerika und ab 2010 auch immer mehr in Europa – auch in Deutschland.

Der Trend erhielt dann aber einen deutlichen Rückschlag: 2012 hieß es nach einer Studie der Technischen Hochschule in Aachen zunächst, dass das Getränk giftige und krebserregende Stoffe enthalte.

Nachricht erwies sich als Falschmeldung

Diese Nachricht erwies sich aber später als Falschmeldung. Bei einer amtlichen Untersuchung des Verbraucherschutzministeriums stellte sich heraus, dass die Tapioka-Perlen keine giftigen Chemikalien enthalten. Diese Richtigstellung schlug allerdings nicht so große mediale Wellen wie die Falschmeldung selbst – der Ruf von Bubble Tea nahm großen Schaden. Und das bedeutete: So schnell, wie vorher die Tee-Geschäfte aus dem Boden geschossen waren, so schnell schlossen sie dann wieder. Die Kunden blieben aus.

Aber jetzt, so sagt es auch Than Van Trong aus dem Geschäft in Lünen, kommt der Trend langsam wieder zurück. Nicht nur in Lünen: Auch in anderen Städten stehen Teenager minutenlang Schlange für die bunten Getränke mit den Kügelchen, die im Mund leise und geschmackvoll platzen. Und Than Van Trong hat vor, nach dem Geschäft in Lünen in naher Zukunft auch noch eins in Iserlohn zu eröffnen.

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher

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