Lehrerversorgung klappt

LÜNEN Am kommenden Montag beginnt das neue Schuljahr. Im Vorfeld sprach RN-Redakteurin Beate Rottgardt mit dem für Lüner Grund- und Hauptschulen zuständigen Schulamtsdirektor Hermann Diekneite.

von Von Beate Rottgardt

, 31.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie sieht es mit der Lehrerversorgung an den Lüner Schulen aus?

Wie sieht es mit der Lehrerversorgung an den Lüner Schulen aus?

Diekneite: Die Versorgung ist insgesamt zufriedenstellend. Dabei ist der Vertretungsservice weiterhin hilfreich, vor allem bei langfristigen Erkrankungen oder Mutterschutz. Dazu kommt, dass die Schülerzahlen leicht zurückgehen und wir auch ausreichende Versetzungen an die Lüner Schulen bekommen haben. Natürlich kann sich das alles innerhalb des Schuljahres verändern. Im Grundschulbereich werden die Kolleginnen jünger und so kann die Zahl an Schwangeren steigen. Aber dies können wir durch die Vertretungen auffangen. Noch gibt es genügend Kräfte auf dem Arbeitsmarkt, bezogen auf Grund- und Hauptschulen.

Es gibt Meldungen, nach denen es problematisch ist, Bewerber für Rektoren- und Konrektorenstellen an Grundschulen zu finden. Ist das in Lünen auch der Fall?

Diekneite: Nein. Hier sind alle Stellen besetzt. Man muss auch sehen, dass Grundschulen erst ab einer Schülerzahl von 180 einen Konrektor bekommen. Von den 16 Lüner Grundschulen haben nur elf eine Stellvertretung. Da Schulen nicht nur in Lünen geschlossen werden, werden Kollegen frei, die an anderen Schulen eingesetzt werden können. Meist sind es ja an Grundschulen Lehrerinnen, die erst nach der Familienphase in die Leitung einsteigen. Umgekehrt gehen aber auch zunehmend Konrektorinnen in Mutterschutz. Derzeit ist aber nicht absehbar, dass wir hier größere Probleme bekommen. Spannend werden jedoch die Auswirkungen des neuen Schulgesetzes, nach dem ein Rektor von der Schulkonferenz zunächst für fünf Jahre, dann noch einmal für fünf Jahre und erst dann "auf Lebenszeit" gewählt wird.

Gibt es gesetzliche Änderungen, auf die sich Eltern, Kinder und Lehrer zum neuen Schuljahr einrichten müssen?

Diekneite: Im letzten Jahr wurde einiges verändert. Derzeit gibt es keine gravierenden Änderungen.

Wie stehen Sie zu den Diskussionen um neue Grundschulen in Lünen?

Diekneite: Es geht mir um leistungsfähige Grundschulen und da macht mindestens Zweizügigkeit Sinn im Gegensatz zu Einzügigkeit. Hier helfen auch Verbünde, beispielsweise wird die Vinckeschule einen Verbund mit der Overbergschule eingehen. Neubauten sind Rechenexempel. Wenn jedoch ein Neubau nur unerheblich teurer als Renovierung und Anbau sind, würde ich dafür plädieren. Ein Neubau bietet andere Standards bei der Raumausstattung. Ich denke, man geht hier in Lünen recht verantwortungsvoll damit um und ich habe den Eindruck, es bewegt sich etwas in der Diskussion.

Werden Sie Ihre Präsenz in Lünen auch im neuen Schuljahr fortsetzen?

Diekneite: Ich werde auch im neuen Schuljahr immer dienstags von 14 bis 16 Uhr in der Schulverwaltung an der Borker Straße anzutreffen sein.

 

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