Lensing Hilfswerk fördert drei Projekte in Lünen

Gewinner der Bildungsschecks

Drei Telefonanrufe, dreimal Jubel am anderen Ende der Leitung: „Das ist ja super“, „das ist ja toll“, „das ist wunderbar“: So reagierten die drei Empfänger der Bildungsschecks, die das Medienhaus Lensing Hilfswerk erstmals in Lünen vergibt. Das größte Stück des Kuchens geht an die Kita Florian.

LÜNEN

, 27.09.2017, 05:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lensing Hilfswerk fördert drei Projekte in Lünen

Heike Salm, Leiterin der Kita Florian, inmitten des ehemaligen Nutzgartens. Mithilfe der 3000 Euro vom Medienhaus Lensing Hilfswerk soll bald wieder Gemüse und Obst gepflanzt, geerntet und gegessen werden

Das Medienhaus Lensing Hilfswerk vergibt erstmals drei Bildungsschecks über insgesamt 5000 Euro in Lünen. Eine Jury hat die Preisträger ermittelt.

Der größte Scheck über eine Summe von 3000 Euro geht an die Kita Florian. Auf dem großen Freigelände soll eine im Moment ziemlich verwilderte Fläche wieder das werden, was sie einmal war: ein Nutzgarten. „Diesen Garten hatten wir bestimmt 25 Jahre. Aber beim letzten Gartentag mit den Eltern im Frühjahr haben wir entschieden, dass er von Grund auf neu angelegt werden muss“, sagt Heike Salm, Leiterin der Einrichtung in Nordlünen. 51 Kinder werden dort betreut, darunter 17 unter drei Jahren.

Angepflanztes Gemüse wird gemeinsam gekocht und gegessen

„Bisher hatten wir nicht die finanzielle Möglichkeit, den Nutzgarten neu zu gestalten. Jetzt können wir es“, freut sich auch Dr. Stephanie Oeing-Köpp, die sich in der Kita unter anderem um Sponsoring kümmert und die Bewerbung beim Hilfswerk einreichte.

Ob Kartoffeln, Erdbeeren, Tomaten, Kürbisse und vieles mehr: Die Kinder entscheiden mit den Erzieherinnen, was angepflanzt und geerntet wird. Was gedeiht, wird später gemeinsam zubereitet und gegessen. „Das ist Teil unseres pädagogischen Konzeptes“, erläutert Heike Salm.

Reiten als Therapieangebot für Förderzentrum Nord

Einen Bildungsscheck über 1000 Euro erhält über seinen Förderverein das Förderzentrum Nord an der Moltkestraße. Die Förderschule möchte therapeutisches Reiten für Schülerinnen und Schüler anbieten, die in ihrer sozialen, emotionalen und körperlichen Entwicklung beeinträchtigt sind.

„Durch den Kontakt zu den Pferden, ihre Pflege und das Reiten selbst, erhoffen wir uns, sie in ihrer sozialen Reife zu stärken, ihr eigenes Körpergefühl zu stabilisieren und sie zu befähigen, ihre emotionalen Stimmungen regulieren zu können“, erklärt Schulsozialarbeiterin Susanne Grünewald den Hintergrund. Sie hatte die Idee für das Projekt.

Die Kosten für das Reiten selbst und den Transport der Schüler dorthin sind nicht aus dem Etat der Schule gedeckt und können auch vom Förderverein nicht in voller Höhe übernommen werden. Daher kommen die 1000 Euro des Hilfswerks natürlich gerade recht.

"Teamgeisterstunde" an der Leoschule für zwei Jahre gesichert

1000 Euro fließen auch an den Förderverein der Leoschule. Dort geht es darum, soziale und emotionale Kompetenzen der Kinder „nachhaltig zu vermitteln“, so Annika Wagener, Vorsitzende des Fördervereins. Das geschieht mit dem Programm „Teamgeister“. Es basiert auf Übungen und Spielen, benötigt aber auch Unterrichtsmaterial wie ein Begleitheft „mit Aktivitäten für ein respektvolles und gesundes Miteinander.“

Die Kosten dafür betragen circa 500 Euro pro Schuljahr. Mit dem Bildungsscheck ist eine „Teamgeisterstunde“ pro Klasse und Woche für weitere zwei Jahre gesichert.

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