Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Lohnt sich der Kauf von Huawei-Geräten noch? Das sagen die Händler in Lünen

rnHuawei und Google

Durch die Huawei-Google-Problematik sind Kunden und Händler stark verunsichert. Sind Handy des chinesischen Herstellers bald unbrauchbar? Lohnt sich der Kauf noch? Wir haben nachgefragt.

Lünen

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen gegen China - und damit auch gegen den chinesischen Mobiltelefon-Hersteller Huawei - verunsichern Kunden und Händler. Auch in der Lüner Innenstadt: Hier gibt es ein halbes Dutzend Geschäfte, in denen Handys verkauft werden. Musab Yildiz, Inhaber des A-Shops auf der Langen Straße, wartet erstmal ab. „Die ganzen verschiedenen Infos, die man so bekommt, verunsichern einen ja auch. Bis jetzt haben sich die Huawei-Smartphones super verkauft, ob das so bleibt, weiß ich natürlich nicht“, so Yildiz.

Aufschub von 90 Tagen

Die Frage, ob Apps und Updates von Google weiterhin auf Huawei-Smartphones genutzt werden können, lässt sich in der Tat nicht so leicht beantworten. Immerhin wurde dem chinesischen Konzern ein Aufschub von 90 Tagen gewährt. Das bedeutet für Kunden der beliebten Handys, dass sie ihre Google-Funktionen zumindest bis Mitte August noch nutzen können.

Geräte, die jetzt in die Produktion gehen, sollen allerdings keine US-Technologie mehr einbauen dürfen. Auch das Tochterunternehmen Honor soll von der Maßnahme gegen Huawei betroffen sein. Bei der Vorstellung neuer Produkte am Dienstag, 21. Mai, ging man allerdings nicht auf das Thema rund um Google ein.

„Frage mich, ob die Preise sinken“

Wenn Kunden unbedingt ein Huawei-Produkt kaufen möchten, werde er es ihnen natürlich verkaufen, sagt Musab Yildiz. Allerdings würde er jetzt immer darauf hinweisen, dass er nicht wisse, wie lange die Google-Apps und Updates noch funktionieren. „Auch frage ich mich, ob die Preise für Huawei-Produkte bald sinken“, so der Shop-Betreiber.

Markus Wittge, Inhaber von Mobilcom Debitel auf der Langen Straße, wartet ebenfalls auf weitere Informationen zu dem Thema, bevor er sich zu Entscheidungen über den weiteren Verkauf von Huawei-Geräten hinreißen lässt. „Erstmal bleiben die in unserem Programm, die Preise sind ja auch noch wie gehabt. Nächste Woche wollen wir mal weitersehen, ob und was sich in diese Richtung tut“, so der Händler.

Saturn-Mitarbeiterin Monique Westphal reagierte ähnlich wie ihre Kollegen aus den Handyshops. „Wir warten ab und wollen jetzt keine Unruhe verbreiten. Bei Saturn werden die Huawei-Geräte im Programm bleiben“, so Westphal. Bis jetzt hätte es laut der Mitarbeiterin noch keine Kundenfragen zu dem Thema Huawei und den damit verbundenen Problemen des Einsatzes von Google-Software gegeben.

Vodafone und Telekom wollen „erstmal abwarten“

Sowohl die Mitarbeiter des Vodafoneshops als auch des Telekomshops verwiesen auf die Nachfrage, wie man auf die aktuelle Situation bei Huawei reagieren werde, auf ihre jeweiligen Pressestellen. Volker Petendorf, Konzernsprecher und Chef vom Dienst der Pressestelle Vodafone sagte, dass Vodafone die aktuelle Situation weiter beobachte und Huawei-Smartphones weiterhin mit dem neuesten Android-Betriebssystem verkauft würden. „Derzeit sind für Huawei- und Honor-Geräte keine Einschränkungen bei Anwendungen (Apps) oder Sicherheit (Updates) zu verzeichnen, weshalb unsere Kunden nach derzeitigem Stand keine Probleme bei der Nutzung ihrer Geräte haben werden“, so Volker Petendorf. In Werne hat ein Vodafoneshop hingegen bereits Konsequenzen gezogen und hat Huawei-Produkte aus seinem Sortiment genommen.

Auch bei der Telekom seien die Huawei-Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google auf Anfrage der Redaktion weiterhin im Verkauf. „Welche Auswirkungen die Ankündigung von Google perspektivisch haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Wir stehen sowohl mit Google als auch Huawei in Kontakt, um uns ein Bild der aktuellen Entwicklung machen und auf dieser Basis Entscheidungen treffen zu können“, erklärt Dirk Wende, Pressesprecher der Telekom.

Lesen Sie jetzt