Lükaz: Das ändert sich für alle unter 18 Jahren

Neue Regeln

Wer im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) feiern möchte und noch nicht 18 ist, muss sich an neue Regeln gewöhnen. Erst hieß es, die Änderungen könnten schon zur Vofi-Fete des Gymnasiums Altlünen am 20. Januar greifen. Am Nachmittag aber ruderte die Stadt Lünen direkt ein bisschen zurück.

LÜNEN

, 16.01.2017, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Mitternacht will die Stadt künftig keine Minderjährigen im Lükaz mehr dulden. Das kündigte der zuständige Abteilungsleiter Thomas Stroscher an. Eine Maßnahme zum Schutz der Jugend, so Stroscher. „Nach Mitternacht ändert sich der Alkoholkonsum der Älteren noch einmal“, sagte Stroscher. Heißt: Es fließt mehr Alkohol.

Bisher wurden Minderjährige auch noch nach Mitternacht im Lükaz an der Kurt-Schumacher-Straße geduldet, wenn sie in Begleitung eines Erwachsenen waren. Wann die neue Regelung umgesetzt wird - hatte hatte Stroscher am Montagvormittag noch offen gelassen. Da hatte es noch geheißen: Möglicherweise gelten die neuen Regelungen schon bei der Vofi-Fete des Gymnasiums Altlünen am 20. Januar. „Wir werden uns darüber mit den Veranstaltern unterhalten“, hatte der Abteilungsleiter angekündigt.

Direkt am Montag: Viele Nachfragen bei der Stadt

Am Montagnachmittag verdeutlichte Stroscher dann: Bei der Einführung der neuen Regeln für Minderjährige wolle sich die Stadt jetzt doch mehr Zeit lassen. Für alle bereits gebuchten Lükaz-Veranstaltungen gelte wie bisher: Unter 18-Jährige dürften bis nach Mitternacht bleiben, wenn ein Erwachsener sie begleitete.

Die Nachricht von den Plänen der Stadt hatte sich offenbar schnell verbreitet. Es habe schon eine Reihe von Anfragen bei der Stadt dazu gegeben, sagte Stroscher am Nachmittag. Um Veranstalter und Besucher nicht zu verunsichern, habe man entschieden, die neue Regeln nur auf jene Veranstaltungen anzuwenden, die jetzt neu gebucht werden.

Volljährige erhalten Bänder in anderen Farben

Dann gilt aber: Die Volljährigen sollen für Veranstaltungen, die bis nach Mitternacht laufen, künftig ein Armband erhalten, das sie von den Minderjährigen unterscheidet. Mit Durchsagen und Runterdrehen der Musik werde man die unter 18-Jährigen darauf hinweisen, dass sie das Lükaz verlassen müssen. Stroscher weiß, dass es dabei durchaus Härtefälle geben kann, „zum Bespiel die 17 3/4 Jahre alte Jugendliche in Begleitung ihres 18-1/4-jährigen Freundes“.

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Neuer Mitarbeiter: Früher in der Cineworld

Einen neuen Mitarbeiter des Lükaz stellte die Stadt ebenfalls vor: Marius Jaroni wird sich ab sofort um Veranstaltungen kümmern. Der 31-jährige Veranstaltungskaufmann war bis Ende 2014 Assistent der Geschäftsführung im Lüner Kino Cineworld und schloss danach ein Vollzeitstudium der Wirtschaftswissenschaften an der TU Dortmund ab. Als er aus den Medien erfuhr, dass sich die Stadt vom bisherigen Lükaz-Leiter Martin Raudszus getrennt hatte, bewarb sich Jaroni. Außerdem gingen noch zwei weitere Initiativ-Bewerbungen ein, sagte der bei der Stadt zuständige Fachdezernent, Ludger Trepper: „Aber Marius Jaroni hat uns am meisten überzeugt“.

Er solle künftig Veranstaltungen im Lükaz planen, aber nicht im Detail durchführen, erklärte Thomas Stroscher. Man erwarte, dass er ein Gespür für Trends habe „um das Haus weiterhin voll machen zu können“.  Leiter des Lükaz, so wie es Martin Raudszus war,  wird Jaroni vorerst nicht. „Wir schauen uns das zunächst ergebnisoffen an und treffen dann eine Entscheidung, wie es mit der Gesamtleitung aussieht“, sagte Fachdezernent Trepper. Das Lükaz hat dreieinhalb Vollzeitstellen und beschäftigt circa 100 Honorarkräfte.

„Ich möchte jetzt erstmal das Team und die Abläufe kennenlernen und dann neue Ideen entwickeln“, sagte Marius Jaroni.

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