Lükaz-Eröffnung muss weiter verschoben werden: Neueröffnung noch nicht im Januar

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Die Arbeiten am Lükaz ziehen sich noch weiter hin als bislang angenommen. Das bei einem Brand Ende Dezember beschädigte Kultur- und Aktions-Zentrum steht noch länger nicht zur Verfügung.

Lünen

, 20.11.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Baumaßnahmen am Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) dauern noch länger als zuletzt angenommen. Das erklärte Marc Stoverock, Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGL), am Dienstag (19.11.) im Jugendhilfeausschuss.

Die CDU-Fraktion hatte eine entsprechende Anfrage gestellt.

Das Lükaz wird nicht, wie erhofft, zum 31. Dezember fertig, kann nicht ab Januar wieder genutzt werden. „Bis die neue Brandmeldeanlage und die Sicherheitsbeleuchtung fertig ist, wird es noch bis zum 30. April 2020 dauern“, so Stoverock. Ab 1. Mai könne das Gebäude dann wieder genutzt werden.

Man sei, so Thomas Stroscher, zuständiger Abteilungsleiter, bemüht, das Programm wieder aufzunehmen. Fraglich sei aber, ob die erneute Verschiebung der Wiedereröffnung Auswirkungen auf Kunden und Künstler habe, denen man wieder absagen müsse.

Ab Sommer mit „vernünftigem Programm“ starten

Stroscher: „Anfang November sind wir noch davon ausgegangen, dass das Lükaz Anfang 2020 wieder nutzbar ist. Vereinbarungen mit Künstlern kann man nicht kurzfristig planen.“ Er hoffe aber, zum Sommer hin im Lükaz mit einem „vernünftigen Programm“ starten zu können.

Die Stadt geht davon aus, dass die betroffenen Nutzer die bisherigen Ausweichquartiere weiter nutzen können, bis das Lükaz wieder zur Verfügung steht.

„Swing in den Heiligen Abend“ abgesagt

Eine beliebte Veranstaltung wird aber definitiv nicht stattfinden. Der Jazz-Club als Veranstalter und die Big Band der Musikschule haben den „Swing in den Heiligen Abend“, der am 23.12. im Lükaz stattfinden sollte, abgesagt.

Mit der Beseitigung des Brandschadens habe die ZGL diverse Maßnahmen verbunden, so Stoverock. So seien Neuinstallationen von Brandmeldeanlagen, Klima- und Lüftungsanlagen notwendig.

„Der Brandschaden erforderte eine intensivere Nacharbeit als zunächst gedacht“, so der ZGL-Leiter. Das lag auch daran, dass der Rauch in die Räume gezogen sei. „Anfangs waren wir noch zuversichtlich, dass Reinigungsmaßnahmen und ein neuer Anstrich reichen.“ Nun musste aber bei den elektronischen Anlagen die komplette Verkabelung erneuert werden. Aufgrund sicherheitsrelevanter Arbeiten könne man auch nicht einige der Räume schon vorzeitig nutzen.

Es gibt fürs Lükaz noch keine Betriebserlaubnis

Stoverock: „Auch wenn einige Räume so aussehen, als ob man jetzt schon wieder einziehen könnte. Eine Betriebserlaubnis gibt es aber noch nicht.“

Die Kosten für die Maßnahme bezifferte er auf 750.000 Euro. Dafür hätte man auf keinen Fall ein neues Gebäude anstelle des bisherigen Lükaz errichten können, sagte der ZGL-Chef. Zwei Drittel der Kosten werden wohl durch Versicherungen abgedeckt. Die Stadt zahlt eine neue Heizungsleitung, weil die alte in die Jahre gekommen war und neue LED-Beleuchtung.

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