Lükaz-Gruppen nach dem Brand: Tanzen in der Mensa, Theater im Gemeindehaus, Team on Tour

rnRenovierung nach Brand

Die Gruppen, die das Jugendzentrum Lükaz bis zum Brand im Dezember 2018 genutzt haben, müssen sich weiter gedulden. Auf der Suche nach Alternativen haben sie viel Unterstützung erfahren.

Lünen

, 26.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war eine böse Überraschung, die Marc Stoverock, Chef der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL), den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses präsentierte. Das Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz) wird nicht, wie erhofft, ein Jahr nach dem Brand Ende Dezember 2018 wieder nutzbar sein.

Die Gruppen und Institutionen, die bis dahin die Räume mit Leben erfüllten, müssen sich noch bis Ende April gedulden.

  • Die Musikschule

Hier wird das derzeitige Ausweichkonzept vier Monate länger als erhofft verfolgt. Die Verwaltung der Musikschule ist nach Angaben der Stadt weiterhin in der 13. Etage des Rathauses untergebracht. Den Unterricht bietet die Musikschule wie schon seit dem Brand in Räumen verschiedener Lüner Schulen an. Musikschulleiter Frank Fischer: „Die Schulen sind in dieser Lage nach wie vor tolle Kooperationspartner und wir erfahren breite Unterstützung. Dafür sind wir sehr dankbar.“

  • Das Lükaz-Team

Es ist weiterhin ein eingeschränktes Programm geplant unter dem Motto „Lükaz on Tour“, und zwar in den bereits bekannten Ausweichstätten - Halte-Stelle Münsterstraße, Bürgerhaus Brambauer und städtische Kita Viktoria. Für einige geplante Veranstaltungen werde derzeit noch geprüft, ob sie abgesagt werden müssen oder ob Ausweich-Lokalitäten in Frage kämen. Das Lükaz-Team werde demnächst entsprechende Infos veröffentlichen.

  • Die Volkshochschule

Bis zum Brand hatte die VHS im Lükaz Integrations- und Tanzkurse angeboten. Beides konnte die VHS an andere Orte verlegen. Nun arbeitet man bereits am Programm für das kommende Semester im ersten Halbjahr 2020.

Rafael Schönhold, neuer VHS-Leiter sagt dazu: „Für die Integrationskurse stellt uns entweder die Gemeinde der Selimiye-Moschee an der Roonstraße Seminarräume zur Verfügung, oder wir nutzen unsere eigenen Räume an der Franz-Goormann-Straße.“ Dass die Integrationskurse bis Mai 2020 weiter in der Selimiye-Moschee stattfinden können, sei bereits geklärt worden.

Mit den Tanzkursen ist die VHS in die Mensa der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ausgewichen. „Da wir in dieser Schule bereits den größten Teil unserer Kurse durchführen, ist auch dies für uns eine gute Lösung, die wir im nächsten Semester fortführen werden.“ Insofern seien die Auswirkungen der längeren Renovierungsphase im Lükaz für das kommende Semester der VHS „gut zu handhaben, da wir im Grunde die bisher bewährten Alternativen im nächsten Semester beibehalten werden“.

  • Der Jugend-Theaterclub

Vom Start an war der Jugend-Theaterclub des Fördervereins Theater Lünen im Lükaz beheimatet. Hier wurde geprobt für Auftritte im Hilpert-Theater beim Festival Junges Theater. Nach dem Brand, der, so Fördervereins-Vorsitzender Jürgen Larys, „sicher für alle Betroffenen ein Schock“ gewesen sei, musste man ausweichen.

„Zum Glück haben wir in der Evangelischen Kirchengemeinde Lünen einen Partner gefunden, der schnell und unbürokratisch eingesprungen ist, und mit dem sich inzwischen auch inhaltliche Schnittpunkte ergeben haben“, so Larys. Der Theater-Jugendclub probt in den Räumen des St. Georg-Gemeindezentrums. Dem Lükaz wünsche der Förderverein „dass es nun endlich bald wieder eröffnet wird, denn Lünen brauch das Lükaz“.

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  • Das Freie Theater Team

Das Freie Theater Team um Marie Hirschberg nutzte das Lükaz für Proben und auch Aufführungen. Nun probt man im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. „Es ist wirklich sehr traurig, dass es nicht vorwärts geht. Ich vermisse das Lükaz sehr, die Mitarbeiter und vor allem die Atmosphäre“, so Marie Hirschberg. Ein Klassenraum sei nicht das Gleiche. Das FTT hofft, dass es dann Ende April vorbei ist mit der Notlösung.

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