„Lükaz wird nicht als Jugendzentrum reaktiviert“

Müller-Baß zur Debatte

In der öffentlich und kontrovers diskutierten Debatte um eine mögliche Neuausrichtung des Lüner Kultur- und Aktionszentrums (Lükaz) an der Kurt-Schumacher-Straße, die mit der Absetzung des Ex-Chefs Martin Raudszus begann, hat sich Lünens Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß einmal mehr zu Wort gemeldet.

LÜNEN

, 17.11.2016 / Lesedauer: 2 min
„Lükaz wird nicht als Jugendzentrum reaktiviert“

Die künftige Ausrichtung des Lükaz ist weiterhin unklar.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses Dienstagabend im Rathaus sagte Müller-Baß: „Das Lükaz wird nicht als Jugendzentrum reaktiviert.“ Richtig sei vielmehr, dass eine „Reaktivierung der Einrichtung bezüglich der Jugendförderung“ gewollt sei. Zum besseren Verständnis für die Ausschussmitglieder sagte er weiter: „Zwischen einem klassischen Jugendzentrum und dem Lükaz als Einrichtung der Jugendförderung gibt es wesentliche inhaltliche Unterschiede.“

Zielgruppe seien hauptsächlich Kinder und Jugendliche

Ein Jugendzentrum, sagte Lünens Kulturdezernent weiter, setze auf Angebote wie Tischtennis, Kicker und Billard. Zielgruppe seien hauptsächlich Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren. „Wichtigster Aspekt ist es, sozialpädagogische Angebote zu schaffen, um jungen Menschen in kritischen Lebenssituationen konkrete Unterstützung anzubieten“, sagte Horst Müller-Baß. Dann stellte er die Frage in den Raum: „Wie ist das Lükaz konzipiert?“

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Die Antwort lieferte der Erste Beigeordnete gleich hinterher: „Im Lükaz werden Kurse und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 27 Jahren angeboten. Darüber hinaus gibt es zudem Veranstaltungen für Familien und Erwachsene. Mit dem Lükaz wird das Ziel verfolgt, einer breiten Schicht von insbesondere jungen Menschen ein freizeit- und bildungspädagogisches Angebot zu machen.“ 

Nach Klärung der Begrifflichkeiten erläuterte Müller-Baß dem Ausschuss, was Reaktivierung der Jugendförderung im Lükaz bedeute. „Die beschriebene Zielgruppe von 6 bis 27 Jahren soll im Lükaz stärker in den Blick genommen werden. Das heißt, es sollen neben den Angeboten für Erwachsene auch wieder verstärkt Angebote für Jugendliche entwickelt werden.

Eine Änderung des Lükaz-Konzeptes sei nicht vorgesehen, sagte Horst Müller-Baß: „Nein. Für eine Änderung des Konzeptes gibt es weder die inhaltliche Absicht noch den politischen Auftrag.“ Eine Diskussion über die Ausführungen des Ersten Beigeordneten gab es im Ausschuss nicht. Damit war der öffentliche Teil der Sitzung beendet. 

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