Lünen braucht neues Konzept für Straßensanierung

Parkplatzprobleme am Berufskolleg

Kommando zurück: Die Stadt muss ihre Pläne für die Sanierung von Dortmunder und Graf-Haeseler-Straße teilweise einstampfen. Das setzten CDU und SPD in einem gemeinsamen Antrag durch. Der zuständige Ausschuss für Sicherheit und Ordnung billigte ihn am Mittwoch einstimmig.

LÜNEN

, 28.06.2017, 23:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Stück der Dortmunder Straße, an dessen Ende das Lippe Berufskolleg liegt, sollte ab Frühjahr 2018 saniert werden. Doch aus zwei Ausschüssen kommt der Auftrag an die Stadt: Bitte nachbessern.

Das Stück der Dortmunder Straße, an dessen Ende das Lippe Berufskolleg liegt, sollte ab Frühjahr 2018 saniert werden. Doch aus zwei Ausschüssen kommt der Auftrag an die Stadt: Bitte nachbessern.

Diskutiert wurde über das Thema aber nicht mehr. Die politische Debatte fand bereits am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung statt, der dem Antrag von CDU und SPD ebenfalls einstimmig gefolgt war. Somit ist die Entscheidung über die Baumaßnahmen an Dortmunder und Graf-Haeseler-Straße vertagt, damit die Verwaltung nachbessern kann.

Anwohner-Beschwerden

Was die Stadt am 13. Juni den Anliegern bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus präsentierte, „ist sehr stark am Bestand orientiert und löst bekannte Probleme nicht“, heißt es im Antrag von CDU und SPD. Gemeint sind vor allem die Parkprobleme, die vom Lippe Berufskolleg ausgehen. Viele der über 2300 Schüler und 130 Lehrer kommen mit dem Auto – weil sie gar nicht in Lünen wohnen, sondern in den umliegenden Städten.

Anwohner beschweren sich darüber, wo und wie geparkt wird. Man könne teilweise nicht mal mehr in die Tiefgarage von Häusern oder auf Parkplätze kommen, weil die Zufahrten zugeparkt würden, so der Tenor vieler Anwohner-Beschwerden bei der Veranstaltung.

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Die Stadt solle – so die Forderung von Christ- und Sozialdemokraten im gemeinsamen Antrag – nunmehr „in engem Kontakt mit dem Kreis Unna als Schulträger und dem Lippe Berufskolleg Möglichkeiten zur Schaffung von geeignetem Parkraum sowohl auf dem Grundstück der Schule, als auch im öffentlichen Straßenraum finden“.

„Es gibt Flächen und Möglichkeiten“, erklärte Arno Feller für die CDU am Dienstag im Ausschuss für Stadtentwicklung und nannte beispielhaft das Grundstück der ehemaligen Tankstelle Dortmunder Straße. Thomas Matthée (Grüne) empfahl, Anwohnerparkausweise in der Graf-Haeseler-Straße einzuführen.

Aspekt „Stadtgrün“ fehlt

Andreas Dahlke (GFL) sagte, der „Aspekt Stadtgrün“ fehle ihm in den bisherigen Entwürfen völlig. Wolfgang Bennewitz forderte im Namen des Behindertenbeirats „einen oder zwei“ Behindertenparkplätze.

Ursprünglich sollte schon im Frühjahr 2018 mit den Arbeiten in den beiden Straßen begonnen werden. Weil die Verwaltung neu planen muss, ist der Zeitpunkt dafür jetzt völlig offen.

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