Lünen erhält die Notfall-Leitstelle für den Kreis Unna

Einsatzzentrale wird umgebaut

Ein neues Feuerwehrhaus, ein Personalwechsel und mehr Nachwuchs: Bei der Lüner Feuerwehr stehen viele Veränderungen an. Besonders groß werden diese in der Leitstelle sein: Denn sie wird zur Notfall-Leitstelle für den gesamten Kreis Unna ausgebaut. Was dafür notwendig ist und was sich bei der Feuerwehr ändert - wir erklären es.

LÜNEN

, 23.01.2017, 12:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Leitstelle der Feuerwehr werden alle Einsätze koordiniert: Die Lüner Feuerwehr übernimmt diese Aufgabe demnächst für den gesamten Kreis Unna, wenn die Kreis-Leitstelle ausfällt.

In der Leitstelle der Feuerwehr werden alle Einsätze koordiniert: Die Lüner Feuerwehr übernimmt diese Aufgabe demnächst für den gesamten Kreis Unna, wenn die Kreis-Leitstelle ausfällt.

Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Lünen wird umgebaut: Zur Notfall-Leitstelle des Kreises Unna. Das hat Feuerwehrchef Rainer Ashoff bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Lünen am Freitagabend bekannt gegeben.

Neben den beiden vorhandenen Arbeitsplätzen sollen zwei weitere Stellen geschaffen werden. Bei einem Ausfall der Kreis-Leitstelle Unna kann dann mit geringem Aufwand die Arbeit der Disponenten in Lünen fortgesetzt werden. Aus dieser Leitstelle heraus werden Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst im gesamten Kreisgebiet koordiniert.

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Vier bis fünf Monate für den Umbau

Mit der Anschaffung von neuen PC-Arbeitsplätzen und Servern durch den Kreis Unna wurde die Grundlage schon gelegt. Bis Mitte des Jahres soll das Projekt Notfall-Leitstelle dann abgeschlossen sein. Bis dahin müssen noch spezielle Telefonleitungen in das Gebäude verlegt werden. Der eigentliche Umbau der Feuerwehreinsatzzentrale erstreckt sich über einen Zeitraum von circa vier bis fünf Monaten.

Außerdem ist das neue Feuerwehrhaus für den Löschzug Brambauer geplant, die ersten Arbeiten am dafür notwendigen Abriss der Turnhalle laufen. 

Die Feuerwehr will künftig zudem aktiv um Nachwuchs werben. Wie Ashoff erläuterte, sollen ab dem 31. Januar große Plakatwände für die Anwerbung von Interessenten für die Freiwillige Feuerwehr geschaltet werden. „Wir stellen uns vor und schauen nicht weg“, brachte es der Nachfolger von Alfred Krömer auf den Punkt.

Letzte Ansprache

Auch Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann ergriff auf der Jahresdienstbesprechung das Wort. Für ihn war es wohl die letzte Ansprache in Lünen – seine 24. Im Oktober des Jahres wird er in den Ruhestand verabschiedet. Peukmann lobte die gute Zusammenarbeit mit den Kameradinnen und Kameraden aus der Lippestadt.

Sein Nachfolger wird der jetzige stellvertretende Kreisbrandmeister Holger Herlinghaus, der am Freitagabend ebenfalls in der Lüner Feuer- und Rettungswache weilte. Er sei ein „würdiger Nachfolger“, so Peukmann in seiner launigen Rede.

"Viele schöne Erinnerungen"

Der amtierende Kreisbrandmeister erklärte, er erinnere sich noch gut an seinen ersten Besuch in Lünen bei der Dienstbesprechung vor 24 Jahren. Man habe ihn davor gewarnt, dass das Verhältnis zur Kreis-Wehr sehr unterkühlt sei. Peukmann: „Davon habe ich von Anfang an nichts gemerkt. Im Gegenteil.“

Es seien im Laufe der Jahre sehr persönliche Beziehungen und Freundschaften entstanden. Er habe „viele schöne Erinnerungen“ an die Zeit seiner Zusammenarbeit mit der Lüner Wehr.  

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