Lünen meldet Victoria-Brache für IGA 2027 an

Trotz Forensik-Urteil

Die Stadt Lünen hat die Brachfläche der ehemaligen Zeche Victoria I/II für die „Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027“ (IGA) angemeldet. Obwohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zugesagt hat, dass das Land auf der Fläche eine forensische Klinik bauen darf. Doch darüber scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen.

LÜNEN

, 03.05.2017, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt Lünen hat die Fläche der Victoria-Brache für die IGA 2027 angemeldet.

Die Stadt Lünen hat die Fläche der Victoria-Brache für die IGA 2027 angemeldet.

„Neben der Victoria-Brache haben wir auch das Stadtquartier Münsterstraße und weitere Flächen für die internationale Gartenausstellung angemeldet“, sagte Bürgermeister-Referent Frank Knoll am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. Initiator und Koordinator der IGA ist der Regionalverband Ruhr (RVR, Essen).

Noch keine Planungsreife 

Der RVR veranstaltet nach eigenen Angaben in dieser Woche diverse „inoffizielle Treffen“, auf denen Städte und Gemeinden sowie Unternehmen ihre Flächen und Projekte vorstellen. „So ein Treffen findet auch heute Nachmittag in Bergkamen statt“, sagte Frank Knoll am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion.

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An diesem Treffen würden auch Vertreter der Lüner Verwaltung teilnehmen und die ausgewählten Flächen vorstellen. Details nannte der Bürgermeister-Referent keine: „Unabhängig davon, wie die Sache mit der Forensik ausgeht, geht es uns darum, uns für die IGA zu positionieren. Das Ganze habe noch keine Planungsreife, sagte Knoll.

Mehrheit wohl für Antrag auf Berufung

Unterdessen ist aus Fraktionskreisen und dem Umfeld des Bürgermeisters zu hören, dass sich in der Ratssitzung am 18. Mai eine politische Mehrheit dafür aussprechen wird, beim Oberverwaltungsgericht Münster einen Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Verwaltungsgerichts-Urteil vom 28. März dieses Jahres zu beantragen. Ob dies am Ende gelingt, ist in Expertenkreisen umstritten.

Die Verwaltungsspitze gibt sich – zumindest nach außen hin – zuversichtlich, dass es zu einem Berufungsverfahren in der Sache kommt – im Gegensatz zur Landesregierung und dem Düsseldorfer Gesundheitsministerium.

 

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