Lünen schlägt Bundeswehrdepot als Standort vor

Forensik

Das Gerücht ist bestätigt: Die Stadt Lünen schlägt offiziell beim Land Nordrhein-Westfalen das ehemalige Bundeswehrdepot zwischen Lünen und Bork als Standort für eine mögliche Forensische Klinik vor. Doch der Vorschlag hat - ganz bewusst - einen Haken.

LÜNEN

23.11.2011, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das ehemalige Bundeswehrdepot zwischen Lünen und Bork ist jetzt von der Stadt Lünen offiziell als möglicher Forensik-Standort benannt worden.

Das ehemalige Bundeswehrdepot zwischen Lünen und Bork ist jetzt von der Stadt Lünen offiziell als möglicher Forensik-Standort benannt worden.

Auch Lünens Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick schränkt ein: „Das so genannte Muna-Gelände ist genauso wie die anderen beiden gemeldeten Freiflächen aus unserer Sicht nur bedingt für den Bau einer Forensik geeignet.“ Das Grundstück sei von Lüner Seite aus nicht erschlossen - "und es müsste zudem sicherlich noch kostenintensiv von Altlasten geräumt werden". Die weiteren beiden gemeldeten Freiflächen befinden sich in Privatbesitz und werden deshalb nicht öffentlich benannt.

„Wir haben mit der Meldung der Flächen der Bitte der NRW-Gesundheitsministerin entsprochen und unsere Pflicht erfüllt, die Entscheidung liegt jetzt beim Land“, so Stodollick weiter. „Nach Abstimmungsgesprächen mit der Politik ist aber klar, dass wir einem möglichen Forensik-Standort Lünen sehr skeptisch gegenüber stehen. Wir werden deshalb dem Gesundheitsministerium auch im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger unsere Bedenken in punkto Forensik mitteilen.“

Die Stadt Lünen schreibt in einer Pressemitteilung, sie werde bezüglich der Diskussion um mögliche Forensik-Standorte auch nach der Meldung der Freiflächen weiter den Dialog mit dem Land NRW suchen und, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, Politik und Bürgerschaft informieren.

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