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Lünens Rathaus-Chefs genehmigen sich Referenten

Persönliche Mitarbeiter

Ein persönlicher Referent, der bei der Bewältigung des Alltagsgeschäfts hilft - bisher hatte ihn in Lünens Rathaus nur der Bürgermeister. Das hat sich Mitte 2016 aber geändert. Nun gibt es auch Referenten für die übrigen Rathaus-Chefs. Weil sie sich die Änderung selbst genehmigt haben.

LÜNEN

, 29.08.2016 / Lesedauer: 3 min

Wer hatte vorher einen persönlichen Referenten?

Nur Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Sein Referent: Frank Knoll.

Wer hat jetzt persönliche Referenten?

Die Beigeordneten der Stadt Lünen - also die Führungsebene, die direkt unter dem Bürgermeister steht: der Erste Beigeordneter Horst Müller-Baß (SPD) sowie der Beigeordnete und Kämmerer Uwe Quitter (SPD). Der dritte Mann auf dieser Führungsebene ist der seit Monaten erkrankte Technische Beigeordnete Matthias Buckesfeld (CDU).

Wer hat die Veränderung genehmigt?

Der vierköpfige Verwaltungsvorstand. Ihm gehören neben Bürgermeister Kleine-Frauns die drei Beigeordneten an. Damit war die Entscheidung – ein Referent für jeden Beigeordneten – eine Entscheidung in eigener Sache.

Wann gab es diese Veränderung?

Die Antwort gibt Frank Knoll, der persönliche Referent des Bürgermeisters: „Der Verwaltungsvorstand hat sich in einer Klausurtagung Ende Januar 2016 einstimmig darauf verständigt, dass nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die Beigeordneten jeweils durch einen Referenten unterstützt werden sollen.“

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Wie lautet die Begründung?

„Nach dem Wegfall der Fachbereichsebene vor mehreren Jahren und der Einsparung einer Beigeordnetenstelle nach dem Ausscheiden von Günter Klencz haben sich bei den Beigeordneten zulasten der strategischen Steuerung vorwiegend operative Aufgaben angestaut, derer sich nunmehr die Referenten annehmen (...)“, sagte Knoll weiter.

Neue Stellen seien dafür keine eingerichtet worden, der Personalrat sei bei der Umsetzung des Vorstandsbeschlusses beteiligt gewesen. Dazu sagte Personalratschefin Annette Wittemeier auf Anfrage: „Zu internen Verwaltungsangelegenheiten geben wir keine Stellungnahme ab.“

Wann wurde die neue Regelung umgesetzt?

Wie es bei der Stadt weiter hieß, sollte der Vorstandsentscheid eigentlich schon zum 1. Mai 2016 umgesetzt werden: „Durch die Erkrankung des Beigeordneten Buckesfeld haben die sich aus seinem Fehlen ergebenden operativen Handlungsnotwendigkeiten erneut zu Verzögerungen geführt.“

Uwe Quitter wird seit Mitte Juni von Dominik Skrinjar aus dem Fachbereich Finanzen unterstützt. Die Aufgaben des „Referenten für Finanzen und Beteiligungen“ übernimmt Skrinjar zusätzlich. 

Sandra Schmied, die ehemalige Leiterin Organisation, ist seit 1. Juli ausschließlich als persönliche Referentin für Horst Müller-Baß tätig.

Was ist mit dem erkrankten Beigeordneten?

Die Geschäfte von Buckesfeld führt bis auf Weiteres Lünens Stadtplaner Thomas Berger. Für diese Zeit darf er sich Fachdezernent nennen, wofür Berger nach Angaben der Stadt „auch mehr Geld bekommt“. Wieviel Geld? Dazu machte die Stadt am Montag keine Angaben. Wann Matthias Buckesfeld zurück an seinen Arbeitsplatz kehrt, sei nicht absehbar, sagte Frank Knoll. Weil das so ist, gebe es für ihn auch noch keinen persönlichen Referenten.

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Das alles kostet die Stadt Lünen doch bestimmt mehr Geld, oder?

Aus dem Rathaus heißt es: Nein, nicht für die neuen Referenten. Den Angaben zufolge erhalten weder Dominik Skrinjar noch Sandra Schmied mehr Geld für ihre zusätzlichen beziehungsweise neuen Aufgaben. 

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