Vor dem Amtsgericht war ein 22-jähriger Lüner verblüffend ehrlich. © Goldstein (A)
Amtsgericht

Lüner (22) kauft Drogen von Stromkosten-Erstattung: Polizei hält ihn auf

Das unverhoffte Geld einer Stromkosten-Erstattung nutzte ein 22-jähriger Lüner auf besondere Weise: Er versorgte sich bei einem Drogendealer. Das hat die Polizei mitbekommen.

Wie gewonnen, so zerronnen – direkt nach dem Einkauf bei einem Dealer wurde ein Lüner (22) von der Polizei gestoppt. Die Beamten kassierten die „Ware“ ein und der junge Mann musste sich auf ein Verfahren einstellen. Vor Gericht zeigte er sich verblüffend ehrlich.

Eine Stromkosten-Rückzahlung brachte ihm unverhofften Geldsegen ein und den nutzte er am 15. Februar auf spezielle Weise: Bei seinem Händler erwarb er für 300 Euro 36 Gramm Marihuana und ein paar Bröckchen Haschisch. Doch kaum hatte er das Haus des Lieferanten verlassen, da stand er schon den Beamten gegenüber.

Unerlaubter Erwerb von Betäubungsmitteln wurde dem 22-Jährigen nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht vorgeworfen. „Was soll ich dazu noch sagen?“, fragte er lakonisch und erklärte die Menge damit, dass eine größere Abnahme Ersparnis bedeute. Zudem gab er ganz offen zu, nach wie vor zu konsumieren – allerdings nur noch ab und an und wenn, ausschließlich an Wochenenden. Denn nun habe er ja Arbeit und müsse einen klaren Kopf haben.

Die Antwort der Richterin ließ nicht lange auf sich warten. „Es muss nicht sein“, betonte sie, erinnerte ihn an die Strafbarkeit und riet ihm zu Sport als Chance zum Auspowern. Auch warnte sie vor einer Freiheitsstrafe, falls er wieder erwischt werde. In diesem Fall blieb es aber noch einmal bei 750 Euro Geldstrafe.

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