Lüner ärgern sich über Dreck und Ratten

Spielplatz an der Mörikestraße

Die Anwohner an der Mörikestraße sind verärgert: Ein Spielplatz, der keiner ist, eine mit Hundekot verdreckte Grünfläche, wuchernde Bäume und Ratten vor der Haustür. Sie fordern die Stadt dringend zum Handeln auf. Die verspricht Abhilfe frühestens für 2016.

LÜNEN

, 12.08.2015, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner ärgern sich über Dreck und Ratten

Der Spielplatz an der Mörikestraße ist in einem schlechtem Zustand.

Bis dahin müssen die Anwohner wohl noch mit dem Zustand auf einem Teilstück der Mörike- und Grenzstraße leben. Für die Betroffenen ist das nichts Neues. Vor zwei Jahren haben sie sich das erste Mal schriftlich an Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick mit der Bitte gewandt, zumindest ein Hundeverbotsschild auf der Grünfläche neben dem Spielplatz anzubringen.  Stodollick schrieb im Oktober 2013 zurück, dass die Stadt an der Mörikestraße keine Ausnahme schaffen wolle. Dass es Sache der Hundebesitzer sei, "die durch Tiere verursachten Verunreinigungen auf Verkehrsflächen oder in Anlagen unverzüglich und schadlos zu beseitigen". Wenn dies nicht geschehe, sollten die Anwohner die Täter anzeigen, erklärte Stodollick weiter.

500.000 für Spielplatz-Sanierung

Die Situation könnte sich ändern, sobald die Stadt einen genehmigungsfähigen Haushalt 2015/16 auf die Beine gestellt hat. Darin sollten sich dann wie ursprünglich geplant 500.000 Euro für die Sanierung der Spielplätze Auf der Kelm, an der Mozartstraße im Brusenkamp I und an der Mörikestraße finden.

Wie eine Sprecherin der Stadt auf sagt, dürfte die Sanierung des Spielplatzes an der Mörikestraße bei 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Dabei werde der vorhandene Spielplatz um die angrenzende Grünfläche erweitert.

So lange erledigen die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) im Auftrag der Stadt die Drecksarbeit. Aus Sicht der Anwohner jedoch mehr als unbefriedigend. Dazu heißt es bei den Wirtschaftsbetrieben, dass es angesichts fehlender Gelder schwer sei, alle Anlagen in Lünen in den von Anliegern gewünschten Zustand zu versetzen. Das gelte auch für die Mörikestraße.

Mähen ist ungesund

Laut WBL würden die Bäume dort auftragsgemäß ein bis zwei Mal pro Jahr geschnitten, der Rasen je nach Wetterlage 12 bis 16 Mal. Zum Vorwurf der Anwohner, WBL-Mitarbeiter würden die Hundehaufen mit ihrem Rasenmäher nur weiträumig verteilen, sagte WBL-Abteilungsleiter Rainer Finke, dass das Einsammeln des Hundekots den Mitarbeitern nicht zuzumuten sei. Entsprechende Gerätschaften gebe es nicht:

"Das Mähen der Fläche ist für die Mitarbeiter bestimmt auch nicht gesund." Finke appellierte an die Hundehalter, verantwortungsvoll mit den Hinterlassenschaften ihrer Tiere umzugehen.

 

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