Lüner Apothekensprecher erfreut über Verbot zur Kettengründung

DocMorris

LÜNEN Erwartungsgemäß fiel aus Sicht des Lüner Apothekensprechers Dagobert Ullrich das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus. Das untersagt die Gründung von Apothekenketten und bestätigt das deutsche Fremdbesitzverbot an Apotheken.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 19.05.2009, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs untersagt die Gründung von Apothekenketten.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs untersagt die Gründung von Apothekenketten.

Ullrich bezeichnete es als erfreulich, dass die Leitung von Apotheken weiterhin in den Händen von Apothekern bleibe. Die sei im Sinne des Verbrauchers und ein Stoppschild für zu starke wirtschaftliche Interessen.Auf Liberalisierung des Marktes gesetzt Auch Dr. Ulrich Seibel, Inhaber und Linzenznehmer der einzigen Lüner DocMorris-Apotheke, zeigte sich nicht überrascht. "Das Urteil war zu erwarten, es zeichnete sich bereits ab", sagt er. Noch vor einem Jahr hatte Dr. Seibel die Lage anders eingeschätzt. Bekanntlich hatte DocMorris auf eine Liberalisierung des Marktes gesetzt. Dr. Seibel hatte sich bereits 2007 DocMorris angeschlossen, in der Annahme, dass es zu Apothekenketten anderer Anbieter komme könnte. "Gegen die Gefahr, dass es jemand anderes in Lünen macht, wollten wir es machen", so Dr. Seibel. Er sei nicht traurig darüber, dass nun nichts daraus geworden ist. Vielmehr sei das jetzige Urteil eine Beruhigung, weil große globale Player nicht auf den Markt kommen. DocMorris bleibe somit ein Markenpartner.Urteil nicht in Stein gemeißelt Dr. Seibel geht allerdings davon aus, dass das Urteil nicht in Stein gemeißelt sei. Der im MDAX notierte Pharmagroßhändler Celesio, zu dem DocMorris gehört, werde nicht die Hände in den Schoß legen, sondern in einigen Jahren einen erneuten Anlauf starten. "Dafür ist der Markt zu interessant", sagt Dr. Seibel.

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